Eschweiler: Eschweilers Feuerwehr: So ein Hut, der steht ihm gut!

Eschweiler : Eschweilers Feuerwehr: So ein Hut, der steht ihm gut!

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern der Feuerwache, und doch war die Freude beim Ehrenhelmträger 2009 der Eschweiler Feuerwehr sichtbar groß. „Das überrascht mich wirklich, daher bin ich auch extra gekommen”, setzte Dr. Jochen Vögeli stolz den Helm auf.

Mit der Auszeichnung tritt der Feuerwehrarzt die Nachfolge von Helmut Greven an, der sich als Laudator des neuen Helmträgers von Eschweilers Rettungsmannschaft verabschiedete.

Der närrische Feuerwehr- Abend, traditionell zwischen Weiberfastnacht und Karnevalssamstag, war wieder einmal ein Volltreffer. Dazu trug vor allem Vögeli selbst bei.

Nach fünf langen Jahren der Abstinenz betrat er unter großem Applaus endlich wieder die Bütt. Ein Glücksfall für die Jecken im Festsaal der Wache am Florianweg. Was der Ehrenhelmträger hier zum Besten gab, war einer der Höhepunkte der diesjährigen Eischwiele Fastelovend.

Mit allen Wassern gewaschen, setzte Vögeli zum Parforceritt durch die indestädtische (Feuerwehr-)Kultur an. Kostprobe gefällig? Bitte schön: Angefangen beim großen Rettungswachen-Slogan „Yes Wehr can!” bis zur Vorstellung des Dreigestirns der Eschweiler Feuerwehr (die Stadtbrandinspektoren Harald Pütz, Walter Münchow und Axel Johnen), Vögeli sang das Hohe Lied der Lebensretter mit engelsgleicher Stimme.

Und gespickt mit Lachern der Extraklasse. Den Moderator des Abends, Walter Münchow, begrüßte er kurzerhand als „Heiner Brand von Dürwiß.” Der Ex-Prinz sei ein solcher Fastelovendsjeck, dass „er sich selbst nicht mehr aus dem Eschweiler Karneval wegdenken” könne.

Und so ging es vorbei an flauschigen Schaumteppichen, völlig uninformierten Stadtmärchen und königlichen Lokalpolitik-Episoden direkt zur Ehrung des Tages. Jochen Vögeli stellte sodann völlig souverän fest: „Ich danke allen, die mich lieben!” Der Saal tobte und zog mit nicht enden wollenden Applaus den Hut vor Vögelis Gala-Auftritt.

Ebenfalls unter den begeisternden Gästen: Prinz Stefan I. und Zeremonienmeister Dieter, die gemeinsam mit ihrem Gefolge dem kurzweiligen Treiben auf der Bühne beiwohnten. Als musikalischer Leckerbissen grüßten derweil „Die Indesingers”.

Unterstützung erhielten Christian Leuchter und Co. vom großen Orchester der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Wolfgang Krieger. „Mann, ist das schön, wenn man 30 Mann voll Musik hinter sich hat”, fand nicht nur Indesinger Guido Kuth den Trompetensound einfach herrlich.

Neben Jochen Vögelis Ausflug in die Bütt enterten auch „Et Scharwachmüsje” René Külzer, der Eischwiele Liebesbarde Alfred Wings und „Der Jong us em Leve”, Peter Deutschle, den Feuerwehrsaal in Minutenschnelle.

Deutschle, mit allen Wassern gewaschen und daher als humoristischer Brandstifter stets an vorderster Front zu finden, schickte gekonnt einen netten Gruß Richtung Nachbarstadt: „Wer einmal in Stolberg war, dem gefällt es auch sonst überall. Zum Beispiel in Dürwiß.”

Neben den feurigen Einsätzen in der Bütt legten die Tanzgarde der KG Ulk Oberröthgen und das Kindertanzpaar der Roten Funken, Marleen Gülpen und David Krause, eine flotte Sohle aufs Parkett.

Das letzte Wort des Abends gehörte natürlich dem Ehrenhelmträger. Und Dr. Jochen Vögeli wusste ganz genau, wer für diesen unvergesslichen Abend geradestehen musste: „Die Wehr soll das bezahlen, die Wehr hat das bestellt!”