Kreis Düren: Erste Ergebnisse der Verkehrsumfrage: Mehr Radfahrer

Kreis Düren: Erste Ergebnisse der Verkehrsumfrage: Mehr Radfahrer

Busse und Bahn sind im Kreis Düren deutlich im Aufwind. Das ist das erste Ergebnis der Befragung der 22:500 Haushalte im Kreis Düren zur Verkehrssituation.

Im Vergleich zur letzten Befragung aus dem Jahr 2003 ist der Anteil der mit Bus und Bahn zurückgelegten Wege um rund ein Drittel gestiegen. Da wirkt sich nach Ansicht der Kreisverwaltung insbesondere der in der Zeit entstandene S-Bahn-Haltepunkt in Merzenich aus, aber auch verbesserte Angebote der Rurtalbahn und des Regionalexpresses. Auch die Zahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege ist um zehn Prozent gestiegen.

Zugenommen hat auch der Autoverkehr. Die kreisweite Steigerung von 62 auf 64 Prozent liege jedoch im Trend. Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich. In der Kreisstadt Düren kommt das Auto nur für 54 Prozent aller Wege zum Einsatz, in Heimbach ist es zu 77 Prozent erste Wahl.

Die erhobenen Daten sollen nun anonymisiert von einem Ingenieurbüro ausgewertet werden. Die Verkehrsplaner können so zum Beispiel Verkehrsströme erkennen und sehen, ob es Lücken im Busangebot gibt. Das Ziel: Der neue Busfahrplan soll sich künftig an den tatsächlich im Kreis zurückgelegten Wegen orientieren — das könnte auch die stärkere Anbindung von Ortsteilen in den Kommunen bedeuten. Bis zum Jahresende sollen die Daten ausgewertet sein. Landrat Wolfgang Spelthahn: „Für unseren ländlich geprägten Kreis ist es mit Blick auf den demografischen Wandel von großer Bedeutung, dass die Dörfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.“

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