Alsdorf/Eschweiler: Entsorgungs- und Logistik-Center: Müllentsorgung wird einfacher

Alsdorf/Eschweiler: Entsorgungs- und Logistik-Center: Müllentsorgung wird einfacher

250 private und gewerbliche Kleinanlieferer steuern täglich das Entsorgungs- und Logistikcenter (ELC) Warden der Abfallwirtschaft Aachen GmbH (AWA) an, um ihren Müll loszuwerden. Grund genug für AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch und sein Team, das Angebot für die Kunden zu verbessern. In den vergangenen Wochen wurde die Neuordnung des Geländes an der Mariadorfer Straße geplant, umgesetzt und mit der gestrigen offiziellen Eröffnung abgeschlossen.

Stammgäste müssen sich noch ein wenig an die neuen Wege und Aufteilungen gewöhnen. So ist das Entsorgungsgelände jetzt zweigeteilt: Es gibt einen Bereich für die im gewerblichen Bereich angesiedelten Kleinanlieferer und ein Areal für Schadstoffannahme, Wertstoff- und Elektroschrottentsorgung. „Je einfacher das System ist, umso größer ist die Akzeptanz“, sagt Koch. Bürger und Gewerbetreibende sollen Abfälle und Wertstoffe unkompliziert abgeben können.

Eine neu entwickelte Beschilderung mit frischen Diagrammen weist ihnen dazu den Weg — und der ist sehr viel übersichtlicher geworden. Das typische „Samstagsgewusel“ soll Geschichte sein. Früher sorgten zeitgleicher Anliefer- und Abfuhrverkehr auf gemeinsamen Flächen für Unruhe. Mit neuen Fahrwegen, zusätzlichen Parkplätzen und treppenartiger Anordnung der Container soll das nun anders werden. „Die Bürger wollen ihren Abfall und ihre Wertstoffe schnell und komfortabel loswerden“, betont Koch.

Abfallvermeidung und die Verwertung oder Wiederverwendung dessen, was nicht mehr gebraucht werde, stehen laut Koch an oberster Stelle. Hinsichtlich der Dinge, die noch brauchbar sind, aber vom aktuellen Besitzer nicht mehr gbenötigt werden, sieht Koch noch Handlungsbedarf.

Und das gilt für ihn insbesondere beim Elektroschrott. „Hier ist nicht mehr jedermann zuständig, sondern nur noch wir“, macht er klar. Denn noch seien als Wertstoffdiebe anzusehenden Sammler unterwegs, aber das werde in Zukunft stärker in den Fokus rücken. „Die Wertstoffwirtschaft ist wichtig“, meint Koch, „und wir alle warten auf Regelungen der Bundesregierung. Doch da kommt nichts und da wird auch nichts kommen.“

Auch deshalb müsse vor Ort gehandelt werden, und die Dinge müssten nach der Maxime „Vermeiden geht vor Wiederverwendung, Wiederverwenden geht vor Wiederverwertung“ regional geregelt werden.

(mabie)
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