Kreis Heinsberg: Engagement ist Herausforderung und Herzensangelegenheit

Kreis Heinsberg: Engagement ist Herausforderung und Herzensangelegenheit

„Das ist eine Herausforderung und eine Herzensangelegenheit für mich”, sieht Peter Moll sein Engagement als Trainer beim BC Oberbruch. Nach dem Rücktritt von Friedhelm Frenken hatte Moll nicht lange überlegen müssen, als der OBC-Vorstand ihn fragte.

Der OBC-Mannschaft eilt der Ruf voraus, schwierig zu sein. Im vergangenen Jahr kapitulierte Trainer Dirk Ruhrig, jetzt tat es Frenken. „Ich will zeigen, dass es geht”, nimmt Moll die Herausforderung an. Er weiß von zahlreichen Spielbesuchen, dass der OBC eine spielstarke Mannschaft hat.

„Leider sind vor der Saison ein paar Spieler weggegangen, die sonst vielleicht nicht gegangen wären”, blickt Moll zurück. Er hat die ersten Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag sowie das kurzfristig abgeschlossene Testspiel in Klinkum (2:1-Sieg) dazu genutzt, die Spieler kennenzulernen. „Einige kannte ich bereits, aber nicht die A-Junioren und die, die aus der zweiten Mannschaft gekommen sind”, so Moll.

Drei bis vier Wochen brauche er, meint Moll. Es müsse sich erst wieder eine Mannschaft finden. Er will den Spielern Selbstbewusstsein und das „Sieger-Gen” einimpfen. Der erfahrene Trainer, seit Sonntag 55 Jahre alt, will aber keinen unter Druck setzen. Ziel ist ein Platz im oberen A-Liga-Drittel.

Die Übernahme des Trainerjobs in Oberbruch ist für Moll eine „Herzensangelegenheit”: Seine Söhne Pascal und Dominik spielen beim OBC, und zudem hat er in Oberbruch noch viele Freunde aus einer Zeit, als der Verein unter Molls Regie einige Klassen höher spielte. Und vielleicht ließe sich da noch etwas bewegen.

Gegner unter Lupe genommen

Moll hatte Glück, dass sein Team am ersten Spieltag noch nicht einzugreifen brauchte. Das gab ihm Gelegenheit, den ersten Gegner unter die Lupe zu nehmen. Vom VfL Übach-Boscheln, heute in Oberbruch zu Gast, war er beim 5:0 gegen Golkrath beeindruckt. Aufgefallen war ihm vor allem, dass Spielertrainer Holger Bien „der Kopf der Mannschaft ist, der die tödlichen Pässe spielt”. Oberbruch absolviert am Sonntag das zweite Heimspiel gegen Millich.

Boscheln steht am Sonntag vor der nächsten Hürde gegen Absteiger Katzem. Danach weiß der Vorjahresaufsteiger, ob die Reise nach ganz oben gehen kann.

Titelanwärter SV Schwanenberg fuhr kurz vor Schluss die ersten drei Punkte ein und steht vor zwei schweren Aufgaben. Heute will sich das Team von Trainer Frank Strothkämper gegen den spielstarken SV Waldfeucht-Bocket keine Blöße geben, am Sonntag geht es auf die Kuckumer Asche. Bei den Kuckumern belebt Jimmy Brandt den Angriff. Schwanenberg will keinen Boden verlieren.

Union Schafhausen könnte sich an der Tabellenspitze festsetzen. Denn heute besucht man Frelenberg, das sich für die 0:7-Klatsche rehabilitieren will. Am Samstag um 18 Uhr kommt Golkrath, das sich in Übach-Boscheln Fehler erlaubte, die bestraft wurden.

Würm-Lindern ist auch ein Kandidat für eine längere Verweildauer auf den Spitzenplätzen. Beim Neuling Scherpenseel, der sich noch an die Liga gewöhnen muss, hat man heute drei Punkte eingeplant. Das Heimspiel gegen Immendorf wird eine harte Nuss. Die Rhenania ist heute gegen Kuckum auf den ersten Sieg aus. Bei Kuckums derzeitiger Stärke könnte man aber mit dem zweiten Punkt zufrieden sein.

Von den Neulingen hat Gerderath zum Auftakt die beste Figur gemacht. Deshalb ist die Sparta heute im Duell der Aufsteiger in Effeld Favorit und könnte am Sonntag gegen Frelenberg nachlegen. Effelds Trainer Peter Hennig muss das 0:7 aus den Köpfen seiner Spieler bekommen. Bei Waldfeucht-Bocket wartet am Sonntag eine schwer lösbare Aufgabe.

Geilenkirchen hat den Anspruch, sich im oberen Tabellenbereich aufzuhalten. Bei Höngen-Saeffelen, das auf Wiedergutmachung aus ist, wird heute die Abwehr gefordert. Im Heimspiel am Sonntag gegen Scherpenseel sind vorne Peters und Co. gefragt.

Wegen des Kreispokal-Halbfinales am Dienstag bekommt Katzem heute eine Pause. Die Partie in Golkrath wird am 22. September nachgeholt.