Selfkant: Eneco-Tour: Radsport-Asse wieder im Grenzland unterwegs

Selfkant: Eneco-Tour: Radsport-Asse wieder im Grenzland unterwegs

Die Herzen aller Radsportfans im Grenzland werden wieder höher schlagen, wenn am Wochenende die Eneco-Tour, das UCI-World-Tour-Rennen durch die Niederlande und Belgien, mit vielen Assen abermals ein Gastspiel im Grenzland gibt und dabei auch wieder deutschen Boden berührt.

Die exakt 201,2 Kilometer lange Schlussetappe am Sonntag, 14. August, mit Start und Ziel in Sittard und mit zwei Passagen durch Wehr und Hillensberg führt durch das hügelige Süd-Limburg.

Nach dem offiziellen Startschuss um 11.30 Uhr auf dem Markt in Sittard und neutralisierter Durchquerung des Stadtzentrums über 6,4 Kilometer erfolgt schließlich gegen 11.45 Uhr der fliegende Etappenstart an der deutsch-niederländischen Grenze bei Selfkant-Wehr. Danach verläuft der Parcours über die Landstraße (B56) durch Wehr bis zum Kreisverkehrsplatz und dann Richtung Hillensberg mit dem Anstieg über die Bergstraße nach Doenrade.

Etwa vier Stunden später wartet - nach einer ersten Überquerung der Ziellinie in Sittard auf der Engelenkampstraat - noch eine Finishrunde auf die Rennfahrer. Die zweite Durchfahrt durch die Gemeinde Selfkant am Nachmittag ist dabei identisch mit der ersten Runde am Vormittag. Aber es steht dann im „Bergdorf” Hillensberg in Höhe des Ehrenmals der dritte ­Bonifikationssprint an diesem Tag auf dem Programm.

Hubschrauber über dem Peloton

Der Renntross wird begleitet von der niederländischen und deutschen Polizei. Die Karawane besteht aus rund 170 Rennfahrern und bis zu 60 Fahrzeugen. Die Schlussphase des Rennens wird live im Fernsehen übertragen. Zur Realisierung dieser TV-Übertragung werden Hubschrauber in geringer Höhe über dem Peloton fliegen.

In Zusammenarbeit mit den Polizei- und Ordnungskräften ist die Organisation bemüht, die Behinderungen auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken, teilte die Gemeinde Selfkant mit. Für diese radsportliche Großveranstaltung seien aber besondere Verkehrsregelungen erforderlich.

Am Renntag werden ab 9 Uhr im südlichen Bereich der Gemeinde Selfkant umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Ab 11 Uhr muss bis zirka 17 Uhr mit Umleitungen und Sperrungen gerechnet werden. Für den Streckenverlauf auf deutscher Seite wurde vom Straßenverkehrsamt des Kreises Heinsberg ein beidseitiges Halteverbot angeordnet: sowohl auf der Bergstraße in Hillensberg als auch auf der Landstraße in Wehr jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Der gesamte Streckenverlauf wird bei Annäherung des Renntrosses verkehrsfrei gemacht, sprich die Strecke wird gesperrt und der Fahrzeugverkehr wird gestoppt.

Die von den Tour-Organisatoren errechneten Durchfahrtszeiten basieren auf einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44 km/h.

Am Vormittag wird das Feld am Grenzübergang Sittard/Wehr also um 11.45 Uhr erwartet, über die Landstraße in Wehr den Kreisverkehr ansteuern und dann dort in Richtung Hillensberg abbiegen, wo um 11.48 Uhr nach 2,9 Kilometern die erste Passage auf der Bergstraße ansteht.

Am Nachmittag soll die Eneco-Tour dann um 15.51 Uhr nach 182,6 Kilometern zum zweiten Mal den Grenzübergang Sittard/Wehr passieren. Der Zeitplan sieht danach vor: 15.52 Uhr (183,2 km) Wehr Passage Landstraße; 15.53 Uhr (184,1 km) Wehr Kreisverkehr Richtung Hillensberg; 15.55 Uhr (185,5 km) Hillensberg 2. Passage Bergstraße; 15.56 Uhr (186,1 km) Hillensberg, Bonifikationssprint.

Spitzengruppe und Nachzügler

Die Charakteristik der Route durch Süd-Limburg kann dazu führen, dass es zur Bildung einer Spitzengruppe vor dem Hauptfeld kommt, dass es aber auch Nachzügler hinter dem Hauptfeld geben kann. Dies hat zur Folge, dass sich die Durchlaufzeit für den gesamten Renntross möglicherweise auf bis zu einer halben Stunde ausdehnen kann. Das Rennende wird in jedem Fall erst durch den sogenannten Besenwagen als Schlussfahrzeug und ein Polizei-Motorrad vom Korps Landelijke Politiediensten (KLPD) signalisiert.

Für die Zeit der Veranstaltung kann in Notfällen auf die bekannten Dienste (Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr) zurückgegriffen werden, so die Auskunft der Gemeinde.

„Diese Veranstaltung stellt sich als ausgezeichneter Werbeträger für unsere Gemeinde dar, sofern es gelingt, sie ordnungsgemäß und damit erfolgreich durchzuführen”, erklärte Bürgermeister Herbert Corsten. Er bat daher um das Verständnis und die Mitarbeit der Bevölkerung, insbesondere der Einwohner entlang des Parcours in Hillensberg und Wehr. „Die guten Erfahrungen, die die Gemeinde Selfkant in den vergangenen Jahren mit dieser Veranstaltung machen konnte, geben zu der Hoffnung Anlass, dass diese internationale radsportliche Großveranstaltung ein weiterer Höhepunkt des Sport-Sommers 2011 in der Gemeinde darstellen wird”, so Corsten weiter.

Nähere Informationen sind bei der Gemeinde Selfkant unter Tel. 02456/499135 zu haben. Live gibt es Infos auch im Internet, denn auf der Homepage des Rennens wird Wissenswertes vermittelt nicht nur mit Teilnehmerfeld und Streckenplänen, Nachrichten und Klassements, Videos und Fotos. Dazu gibt es einen Live-Ticker zum Stand der Etappe.

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