Düren: Eis und Schnee glatt verdrängt

Düren : Eis und Schnee glatt verdrängt

Der Bürgermeister hob schon am Vormittag das Besondere des Tages hervor: „Eis und Schnee, das hat auch nicht jeder”, sagte Paul Larue und konnte sich eines allgemeinen Kopfnickens beim Empfang im Rathaus sicher sein. Schnee und Eis forderten beim Orchideen-Sonntagszug zwar ihren Tribut.

Denn laut Polizei säumten nur etwa 10.000 Jecke die Straßen. Aber die ließen sich die gute Laune nicht verderben, lachten, tanzten, sangen - als wäre kaum etwas gewesen.

Der Dürener Zug bot wie immer ein farbenprächtiges Bild, das einen fast schon trotzigen Kontrapunkt zu düster-grauen Himmel mit seinem penetranten Schneeregen setzte: 2000 Kostümierte und Uniformierte unterhielten das jecke Volk mit Musik und Tanz.

Prinz Peter VI. und seine Prinzessin Agnes I. von den Südinsulanern hatten auf ihrem Wagen kaum eine Sekunde Zeit. Sie warfen Leckereien, Stofftiere und Bälle, was das Zeug hielt. Narrenherrscher Peter, dick vermummt, ging es gesundheitlich nicht so gut - aber mit viel jeckem Herzblut ließ er sich nichts anmerken.

Auch wenn es in diesem Jahr keine Tribüne des Festkomitees gab, trafen sich am Markt die Massen. Gewohnt kenntnisreich, humorvoll und locker kommentierte Manni Schall (Kick ens Rölsdorf) vom Bühnenwagen aus und sorgte so auch dafür, dass Kälte und Schnee eine Zeit in Vergessenheit gerieten.