Waldfeucht-Braunsrath: Einweihung des Ehrenmals auf dem Braunsrather Friedhof

Waldfeucht-Braunsrath: Einweihung des Ehrenmals auf dem Braunsrather Friedhof

Das 1960 errichtete Ehrenmal auf dem Friedhof Braunsrath musste dringend saniert werden, wobei bei genauerer Betrachtung eine Sanierung allerdings den Kostenrahmen des Ortsringes gesprengt hätte.

Die Suche nach Alternativen begann, die Verantwortlichen wünschten sich außerdem ein Denkmal im Blickpunkt des Friedhofsbesuchers. Das bisherige Ehrenmal war von einer Hecke umgeben, ein Baum nahm die Sicht darauf. Die vier Platten mit den zahlreichen Namen der Gefallenen und Opfer der beiden Weltkriege sollten ebenfalls mehr im Blickfang stehen. Das waren die Ziele.

Zentraler Ort

Die Vision war, ein Kreuz als Sinnbild des Glaubens, der Erinnerung und der Versöhnung mittig auf dem Weg aufzustellen. Der Ortsring fand in Architektin Margret Sentis eine hervorragende Planerin, die eine schlichte, aber von der Optik her wirkungsvolle Gedenkstätte erstellte. Veronika Janssen vom Ortsring dankte Sentis in ihrer Festrede für diese unentgeltliche Verwirklichung, ebenso der Verwaltung, dem Rat der Gemeinde Waldfeucht und der zuständigen Fachbehörde für eine sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Janssen dankte ferner den Firmen Frank Heinrichs, Manfred Palmen, Ralf Küppers, Josef Heuter, Horst Ohlenforst sowie Arnd Küppers und ganz besonders der Frauengemeinschaft Braunsrath und allen Ortsvereinen. Diese hatten großes Engagement bei der Neugestaltung gezeigt und unzählige Stunden ihrer Freizeit geopfert. Als Motor und Koordinator zeigte Horst Ohlenforst besonderen Ehrgeiz, stand im Grunde Tag und Nacht mit Rat und Tat zur Verfügung.

Nach dem Gottesdienst am gestrigen Sonntagmorgen wurde die Dorfbevölkerung, vorneweg der Musikverein, Trommler- und Pfeiferkorps sowie die Schützenbruderschaft zum neuen Ehrenmal gebracht. Hier wurde eine kleine Feierstunde abgehalten, für die musikalische Untermalung zu Beginn sorgte der Musikverein Braunsrath. Veronika Janssen begrüßte die Braunsrather und Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen. Pfarrer Heinz Wilhelm Vollberg segnete nach kurzem Rückblick auf die Neugestaltung das Ehrenmal. Der Kirchenchor und die Chorgemeinschaft Braunsrath/Aphoven gestalteten diese Feierstunde musikalisch mit.

Die Vereinigte Schützenbruderschaft hinterlegte zum Gedenken an die Opfer und Verstorbenen einen Kranz. Die Jugend wurde mit in die Feierstunde einbezogen, zwei Mädchen erläuterten den Friedensgedanken. Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen dankte in seiner kurzen Festrede dem Ortsring Braunsrath für die gelungene Neugestaltung und für das ideelle und finanzielle Engagement. Er bezeichnete das Mahnmal als erlebbar, modern und offen.

„Neben der Erinnerung und dem Gedanken an die Gefallenen der beiden Weltkriege soll es uns ermahnen, dass so etwas nie wieder geschehen darf”, so der Bürgermeister.

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