Kreis Heinsberg: Ein weißes Kreuz für jeden tödlichen Unfall

Kreis Heinsberg: Ein weißes Kreuz für jeden tödlichen Unfall

„Wir sind es leid”, lautet die vor über zwei Jahren gestartete Aktion der Kreispolizeibehörde Heinsberg, die an zahlreiche junge Fahrer erinnern soll, die bei einem Verkehrsunfall auf unseren Straßen tödlich verunglückten. Gleichzeitung sollen die großflächigen Plakate Autofahrer ermahnen, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.

Oftmals errichten Angehörige von Unfallopfern am Ort des Unglücks eine kleine Gedenkstätte mit Holzkreuzen, Blumenschmuck und Kerzen. Das brachte Ren Stegemann aus Gangelt auf eine Idee, die er nun zusammen mit Fabian Ortleb und weiteren jungen Menschen sowie Unterstützung der Polizei in die Tat umsetzt.

„Als ich auf der Autobahn Richtung Norden fuhr, sah ich an manchen Ausfahrten weiße Kreuze, die dort auf die Opfer von Verkehrsunfällen hinwiesen”, erzählt der 41-jährige Kfz-Sachverständige. Sofort reifte in ihm der Gedanke, diese weißen Kreuze auch im Kreis Heinsberg zu etablieren. Das Projekt „Weiße Kreuze” ist nun ein Mosaikstein, der dem ganzheitlichen Gesamtkonzept der Polizeibehörde eine weitere Komponente hinzufügt.

Landrat Stephan Pusch hat für das Projekt die Schirmherrschaft übernommen. Das erste weiße Kreuz im Kreis Heinsberg wurde jetzt an der Stelle der Landstraße 228 zwischen Selsten und Saeffelen aufgestellt, wo am 26. März zwei junge Männer im Alter von 17 und 29 Jahren bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren.

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