Städteregion Aachen: Ein Trip durch die Welt der sechs Saiten

Städteregion Aachen: Ein Trip durch die Welt der sechs Saiten

Vicente Bögeholz spielt die internationale Karte aus. 47 Künstler aus 16 Nationen bringt der Lokalmatador als federführender Organisator für die Premiere des Gitarrenfestivals „Spegtra” zusammen. Vom 15. bis 17. Juni findet an drei Spielorten (Musikhochschule, Annakirche und RWTH-Aula) in der Stadt der ultimative Trip durch die Welt der sechs Saiten statt.

„Special Guitar Events” stehen auf der Agenda, für die besonderen Momente sollen dabei Künstler aus Südamerika oder dem Irak sorgen. Doch auch die lebendige und aktive Aachener Gitarrenszene wirft ihre Virtuosität in den Ring. Das Programm hält die totale Vielfalt bereit. Die klassische Konzertgitarre teilt sich für ein Wochenende den Aachener Bühnenraum mit exotisch anmutenden Verwandten wie Charango, Harfe, Kanun oder Oud. Bögeholz gerät ins Schwärmen bei der internationalen Vielfalt, die sich in Aachen versammelt.

Und denkt auch an die Laien unter den Zuhörern: „Es gibt Instrumente aus der ganzen Welt zu hören. Jedes von ihnen steht für eine freie und unabhängige Spielart. Ich bin überzeugt, dass sich im Gesamtprogramm ein stimmiges Bild ergibt.” International, grenzüberschreitend, innovativ - weitere Attribute, die sich das Programm von „Spegtra” verdient. Bögeholz ist Gitarrenliebhaber in Vollzeit.

Er arbeitet als Dozent an der städtischen Musikschule. Vor allem ist er Fan seiner eigenen Zunft. „Das ganze Spektrum abendländischer Musik, lateinamerikanische Klänge, Kompositionen aus dem arabischen Raum”, prägen das Programm, erzählt der gebürtige Chilene. „Wir greifen damit auch eine Tradition auf.” Schon in den 60er Jahren gab es „inspirierende Veranstaltungen”, wie Stadtpressesprecher Hans Poth bestätigt. Der Kulturbetrieb unterstützt das Festival ebenso wie die RWTH, die Musikhochschule und der Aachener Bachverein. Selbstverständlich ist auch Bögeholz „Heimathafen”, die Musikschule, mit an Bord.

Bis 2006 gab es noch ein regelmäßiges Gitarrenfestival. Bögeholz freut sich, mit Hajo Hintzen eine treibende Kraft auch beim neuen Anlauf an Bord zu haben. „Er war maßgeblich an der großartigen Arbeit des Aachener Gitarrenclubs beteiligt. Ich freue mich, dass er sowohl auf als auch neben der Bühne dabei ist”.

Überhaupt versammelt sich die regionale Szene bei der sonntäglichen Matinee in der Aachener und Münchener Halle, wenn 30 Aachener Protagonisten konzertieren. Herzstück und Highlight des Wochenendes ist für Bögeholz der Auftritt von Nuccio DAngelo am Samstagabend in der Annakirche. Der Florentiner ist als Gitarrist, Komponist und Dirigent weltweit geachtet und kreativ-aktiv, längst auch über die Fachwelt hinaus. Bögeholz schwärmt vom „heimlichen Paten des Festivals”, der den Brückenschlag zwischen den verschiedensten Spielarten des Weltjazz auch beim Abschlusskonzert am Sonntag zelebriert.