Heinsberg-Waldenrath: Ein Riesenspaß: Sommerbiathlon in Waldenrath

Heinsberg-Waldenrath: Ein Riesenspaß: Sommerbiathlon in Waldenrath

Der Kreis Heinsberg hat seit dem Wochenende ein Biathlon-Zentrum. Vor den Toren von Pütt wurde vom Dorfring Waldenrath der erste Sommerbiathlon-Wettbewerb im Kreis Heinsberg ausgetragen. Und bereits zum Auftakt waren alle aus dem Häuschen. Zuschauer und Athleten waren gleichermaßen begeistert.

48 Teams mit jeweils vier Teilnehmern waren beim Laufen und Schießen dabei, genauso viele Teams gingen im Wettbewerb Radfahren/Schießen an den Start. Die Laufstrecke ab Biathlon-Center erstreckte sich über 700 Meter durch Pütt. Die Radfahrer hatten rund 1200 Meter zurückzulegen, danach mussten jeweils acht Schuss auf dem Elektronikgewehr absolviert werden. Bei einem Treffer auf dem Mittelpunkt der Scheibe, wurde dieser durch ein Zuklappen einer oberen Scheibe angedeutet.

Die Stimmung beim Publikum war teilweise vergleichbar mit einem großen Biathlon-Stadion, ein wahres Tollhaus. Jedes Team hatte seinen Fanclub dabei, bei jedem Treffer hallte ein lautes „Heeeeeeeee” durchs Stadion. Zweimal wurde geschossen, zweimal dann je nach Wettbewerb gelaufen oder Rad gefahren. Im Zielraum erfolgte dann der Wechsel mit den Teamkameraden. Rund eine Stunde dauerte eine Entscheidung, bis der vierte Teilnehmer die Ziellinie überquerte.

Für zusätzliche Stimmung im Biathlon-Stadion sorgten die beiden Moderatoren Andreas Cüppers und Dominik Esser. Beide hatten coole Sprüche drauf und motivierten die Teilnehmer auf ihre Weise.

Wie bei den großen Biathlon-Wettbewerben viel auch in Waldenrath-Straeten die Entscheidung beim Schießen. Toni Hilgers vom Team Piano (Musikverein) brauchte nach der Übergabe an den letzten Staffelteilnehmer einige Zeit zum Verschnaufen. „Der Puls schießt ganz schön in die Höhe. Besonders beim Schießen muss man aufpassen, beim Atmen zieht man automatisch das Gewehr nach oben”, so der Dirigent des Musikvereins. Im ersten Durchgang leistete er sich drei Fehlschüsse und schien den ausgefahrenen Vorsprung zu verspielen. Für jeden Fehlschuss gab es 30 Sekunden Wartezeit. Aber Toni Hilgers biss auf die Zähne und schaltete auf der Strecke einen Gang höher. Im zweiten Schießdurchgang gab er fast „Schnellfeuer”, fünfmal erfolgte ein lautes „Jaaaaaaaaa” aus den Reihen der Fans, und nach ebenfalls rasantem Schusstempo des letzten Starters wurde die Endrunde erreicht.

Die alle gleich ausgestatteten Fahrräder wurden von der Firma Herfs gestellt. Von den gestarteten zwölf Teams pro einzelnem Wettbewerb erreichten die ersten Sechs die Endrunde, bis sich schließlich zwölf Finalisten durchgesetzt hatten.

Am Samstagabend folgte als krönender Tagesabschluss eine spritzige Biathlon-Party mit jeder Menge guter Laune.

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