Hückelhoven-Doveren: Ein Haus für die Bürger und die Feuerwehr

Hückelhoven-Doveren: Ein Haus für die Bürger und die Feuerwehr

Wenn das Wort „Synergieeffekt” fällt, denkt man sofort an Einsparungen, Personalabbau und ähnlich fiese Dinge. In Doveren gibt man dem Wort jetzt seinen ursprünglichen Sinn wieder zurück: Dem des Zusammenwirkens mehrerer Bereiche.

Dort hat man jetzt nämlich den endgültigen Entwurf für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Verbindung mit einem Bürgerhaus oder Dorfgemeinschaftshaus auf dem Tisch liegen. Und alle, die es angeht, sind damit zufrieden. Also: Geht doch...

Das neue Gebäude wird auf einem Gelände an der Apfelstraße und der Provinzialstraße entstehen. Die Löschgruppe Doveren der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hückelhoven wird für ihre beiden Einsatzfahrzeuge einen Platz in der Halle bekommen.

Und überdies wird auf den Wunsch der auf Tradition bedachten Feuerwehrleute eine, allerdings recht kleine, Garage gebaut werden. Dort nämlich soll das Löschfahrzeug aus den Anfangstagen der Löscheinheit seinen geschützten Platz finden. Nur wer weiß, wo er herkommt, weiß auch, wo es hingehen soll...

Und die Wehrleute, die diesen Platz unbedingt wollten, sind bereit, dafür auch „Opfer” zu bringen: Sie wollen für die Gestaltung der Außenanlage des neuen Gebäudes nicht die Kräfte des Bauhofes der Stadt in Anspruch nehmen, sondern das Außengelände zum größten Teil in Eigenleistung gestalten. Da auch in diese einstige Männerdomäne in zunehmenden Maße Frauen drängen, muss das natürlich auch bei der Planung der Waschräume, der Umkleideräume und der anderen sanitären Anlagen einfließen. Die Teeküche allerdings können Feuerwehrmänner und -frauen gemeinsam nutzen.

Ein Hau für alle Bürger Doverens wird das direkt an das Feuerwehrgerätehaus grenzende - der Name sagt es schon - Dorfgemeinschaftshaus, das in anderen Ortsteilen Bürgerhaus genannt wird. Es soll einmal maximal 300 Menschen Platz bieten. Allerdings müssen sich dann 120 Frauen oder Männer mit Stehtischen begnügen, denn die Bestuhlung mit Tischen ist „nur” für 180 Besucher geplant.

Eine eigene Zufahrt

Bestandteil des Saales wird natürlich auch eine Bühne sein, und auch ein Raum, in dem Stühle und anderes Material, Pappnasen über die Karnevalstage beispielsweise, gelagert werden können. Dem Foyer werden die WC-Anlage, die Garderobe sowie die Theke angegliedert. Während die neue Feuerwache in Doveren eine eigene Zufahrt von der Provinzialstraße (L 117) erhält, wird der Bürgersaal über den neuen Kreisverkehr an der Provinzialstraße aus anzusteuern sein. Geplant wurde das Ensemble, das dem Ort Doveren auf Jahrzehnte eine prägende Bedeutung aufdrücken wird, von der Architekturgalerie Greven in Hückelhoven. Bei den Planungen im Vorfeld war man von einem Gesamtkostenvolumen von 1,15 Millionen Euro ausgegangen. Mittlerweile wird mit Kosten von 1,4 Millionen Euro gerechnet. Mehrkosten, die im Haushalt für das kommende Jahr zu stemmen sind.

Es ist immer wieder angemahnt worden, dass die Stadt auch an ihre Außenorte denken soll, wenn es um die Verbesserung der Infrastruktur geht. Am Beispiel Doveren sieht man: Es hat gefruchtet. Geht doch...

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