Kreis Düren: Ein gewaltiger Kraftakt krönt das Fest

Kreis Düren: Ein gewaltiger Kraftakt krönt das Fest

Wie Sänger feiern? Mit Gesang natürlich! So stilecht ging es bei den Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Sängerkreises zu. Nach einer nicht öffentlichen Feier im Jülicher Gymnasium Zitadelle begingen den Geburtstag die Aktiven und ihre Freunde mit einem Festkonzert im Haus der Stadt zu Düren.

In seiner kurzen Begrüßungsansprache ging Karl Kutzbach, der Vorsitzende des Sängerkreises, auf zweierlei ein.

Zum einen wies er seine zahlreichen Zuhörer darauf hin, dass der im Saal anwesende Dürener Bürgermeister Paul Larue seit dem Vortag Ehrenmitglied des Dachverbandes der Chöre im Kreisgebiet sei. Und außerdem freute sich Kutzbach, wie symbolträchtig der Titel des zuvor erklungenen Liedes sei: „Klänge der Freude” zur Melodie vom „Pomp & Circumstance” aus der Feder des Briten Edward Elgar hatten Frauen und Männer zuvor unter der Leitung von Dirigentin Natalia Schmidt gesungen.

Das Konzert selbst brachte im ersten Teil des Programmes einen breit angelegten Querschnitt durch Werke aus Oper und Operette. Unter der Leitung von Kreischorleiter Hans-Josef Loevenich, vielen Freunden gepflegter Klänge auch als versierten Kirchenmusiker bekannt, lieferte der Männerchor des Sängerkreises unter anderem mit „O Isis und Osiris” aus Mozarts „Zauberflöte” und dem Matrosenchor aus Wagners „Der fliegende Holländer” eindrucksvolle Beispiele für die Leistungsfähigkeit des Sängerkreises.

Gleiches leisteten im Anschluss die für den Abend vereinigten Singgemeinschaften Constantia Birkesdorf und Mariaweiler unter Natalia Schmidt, die beispielsweise mit einer gesungenen Version des Cancans aus Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt” begeisterten.

Ganz andere, aber nicht minder nachhaltig wirkte das Musikerlebnis, das der um den den Kinder- und Jugendchor „Joyful Voices” und das Vokalensemble „con spirito” sowie eine Gruppe von Schlagwerkern und die beiden Gesangssolisten Daniela Bosenius (Sopran) und Frank Grobusch (Tenor, Bariton) erweiterte Projektchor seinem Publikum im Folgenden bereitete: Mit Carl Orffs „Carmina Burana” gelang den Mitwirkenden der größte Kraftakt des insgesamt rund zweieinhalb Stunden langen Konzertes.

In zig Klangfarben leuchtend, verwandelten Sänger und Perkussionisten sowie die beiden Pianistinnen Ina Otte und Ursula Wawroschek das Werk des bayerischen Komponisten in einen leuchtend Bilderbogen, ganz aus dem Mittelalter geschöpft und doch ganz Musik für und mit Menschen von heute.

Ein schöner Erfolg auch für Dirigentin Natalia Schmidt, die das Geschehen zusammenhielt.