Zweite Tennis-Bundesliga: Ein Fernduell mit Bredeney und Versmold

Zweite Tennis-Bundesliga : Ein Fernduell mit Bredeney und Versmold

Blau-Weiss Aachen muss zum Abschluss der zweiten Tennis-Bundesliga am Freitag in Berlin und am Samstag in Iserlohn antreten. Punktgleicher Verfolger des Spitzenduos.

Showdown in der zweiten Tennis-Bundesliga: Die Saison endet mit einem Doppel-Spieltag. Und im Kampf um den Aufstieg ist noch alles offen, denn mit dem TC Bredeney, dem TP Versmold und Blau-Weiss Aachen marschieren drei Teams an der Tabellenspitze – punktgleich, nur durch das Matchverhältnis getrennt. Am Freitag gastieren die Aachener Männer bei Blau-Weiss Berlin, am Sonntag müssen sie zum TC Iserlohn.

Eins vorweg, der Aufstieg ist kein Muss für die Blau-Weissen: „So etwas geben wir ja nie vor“ unterstreicht Teammanager Marc Zander. In der Saison 2018 waren die Aachener als Zweitliga-Zweiter ins Oberhaus aufgestiegen, das sie nur ein Jahr später wieder verlassen mussten. Die Saison 2020 war dem Coronavirus zum Opfer gefallen.

Die Spielplan-Konstellation will es so, dass Spitzenreiter Bredeney (12:2 Zähler/49:14 Matchpunkte) und der Zweitplatzierte Versmold (12:2/43:20) sich am letzten Spieltag gegenüberstehen – einer von beiden wird Federn lassen müssen.  Am Freitag gastiert Bredeney beim Tabellenachten Hamburg, den Aachen am vergangenen Freitag 8:1 besiegte, und Versmold wird sich gegen den Tabellenletzten Iserlohn wohl kaum eine Blöße geben.

Die Aachener können nur versuchen, ihre beiden Spiele so hoch wie möglich zu gewinnen – und müssen ansonsten abwarten, was die Konkurrenz macht. Bei den BW-Frauen hatte das in der Bundesliga am vergangenen Sonntag bestens geklappt: Als Dritter leisteten sie sich keine Blöße, schlugen Marienburg 8:1 und feierten nach dem Ausrutscher von Blasewitz noch die Vizemeisterschaft.

Donnerstagnachmittag ging es nach Berlin, mit Zander und Trainer Thilo Fritschi waren BW-Nummer-eins Zizou Bergs, Yannick Mertens, Yannik Reuter und Clement Geens im Flieger. Niels Desein und Tim van Rijthoven stießen in der Bundeshauptstadt zum Team. „Wir haben eine gute Mannschaft zusammen, aber das wird kein Selbstfahrer“, warnt Zander. Denn Gastgeber BW Berlin, aktuell mit 4:10 Punkten auf Platz sieben in der Zehnergruppe, hat zum einen den Klassenerhalt noch nicht sicher und tritt zum anderen am Sonntag zum Stadtderby bei Rot-Weiß Berlin (5./6:8) an. „Berlin muss gegen uns punkten. Wir gehen davon aus, dass man ein starkes Team aufbieten wird und versucht, uns das Leben schwerzumachen. Trotzdem sehe ich uns leicht vorne.“

Geplant ist, dass das Team sich am Samstagmorgen gemeinsam von Berlin nach Iserlohn zum Saisonfinale aufmacht. „Vorausgesetzt, es passiert nichts, dann werden wir in derselben Besetzung wie am Freitag auflaufen“, so der BW-Teammanager, der – eigene Siege vo­rausgesetzt – dann nur noch auf das Ferndduell mit Bredeney und Versmold schauen kann. „Das wird sehr spannend.“