Eschweiler: Eefelkank bringt die Arena zum Kochen

Eschweiler: Eefelkank bringt die Arena zum Kochen

Das Hastenrather Trompeterkorps entwickelt sich zum Dauergast in der Kölner Lanxess-Arena. Für Karnevalsjecken gibt es am Donnerstagabend daher einen Pflichttermin: Der WDR zeigt ab 20.15 Uhr „Elfter im Elften - Immer wieder kölsche Lieder”. Der Fernsehsender war am Wochenende mit vielen Kameras dabei, als an zwei Abenden in der Köln-Arena 18000 Jecken mit den Topstars der Kölner Karnevalsmusik über Stunden feierten.

Wegbereiter für die ausgelassene Stimmung in der riesigen Halle war das Trompeterkorps Eefelkank, das zwei fulminante Auftritte hinlegte.

Heute abend werden die Musiker des Korps´ gemeinsam in der „Quelle” in Hastenrath vor der Leinwand sitzen und sich die Aufzeichnung im Fernsehen anschauen. Dass sie gleich zu Beginn zu sehen sein werden, scheint sicher, denn schließlich spielte die Eefelkank am Freitag und Samstag in der Kölner Arena gekonnt den Eisbrecher. Gespannt sind die Musiker vor allem darauf, was und wieviel der WDR von ihrem Auftritt zeigen wird.

Bereits am Donnerstag waren die Hastenrather per Bus zum halbstündigen Soundcheck mit Stell- und Mikrofonprobe nach Deutz gefahren. „Das war schon ein komisches Gefühl, mit ein paar Mann in der ansonsten leeren Halle zu stehen”, sagt Trompeter Ralf Harter.

Am Donnerstag bekamen die Eefelkank-Musiker auch ihre Künstlergarderobe zugewiesen: In dieser Umkleide bereiten sich die Kölner Haie auf ihre Eishockey-Begegnungen vor. Hier in der Kabine deponierte das Trompeterkorps auch gleich seine Instrumente, denn bereits am nächsten Abend stand ja der erste große Auftritt an.

Schon am späten Freitagnachmittag war der Bus mit den Eefelkank-Trompeter schon wieder auf der A4 unterwegs, Ziel: Köln-Deutz. In der Halle, die offiziell Lanxess-Arena heißt, angekommen, besprachen Geschäftsführer Karsten Pley und der musikalische Leiter Patrick Nießen zunächst noch einmal kurz mit dem Veranstalter den minutiös geplanten Ablauf des Auftritts.

Und dann hieß es Warten. Während sich draußen die Halle mehr und mehr füllte, stieg hinter der Bühne die Spannung im Minutentakt. Um 19.45 Uhr dann, gut 20 Minuten vor dem offiziellen Beginn, hieß es endlich: Raus auf die Bühne und rein ins Vergnügen! Jetzt sollte sich zeigen, was die vielen intensiven Proben im Vorfeld Wert waren. Vorweg gesagt: Es sollte ein großer Erfolg werden.

„Das Publikum war von der ersten Minute an begeistert dabei”, sagt Karsten Pley nicht ohne Stolz. Als Warmmacher spielten die Hastenrather zunächst ein Brings-Medley und servierten den mitsingenden und tanzenden Jecken im riesigen Musiktempel kölsche Klassiker von den Bläck Fööss wie „Leev Linda Lou” und „Drink doch eine met”.

Kurz nach acht hieß es dann: Kameras an! Jetzt legten die Hastenrather noch eine Schippe drauf und spielten aus ihrem großen Repertoire ein fulminantes Medley, bei dem ihre Bigband-Qualitäten voll zum Tragen kamen. Beginnend mit Robbie Williams„ musikalischer Ansage „Let me entertain You” fetzten sie mit Klassikern wie „Jump”, „Smoke on the „Water” und „Satisfaction” durch die Rockgeschichte bis hin zum „Final Countdown”, der zum „Trömmelche”, dem „Treuen Husar” und schließlich zur bekanntesten rheinischen Schulweisheit überleitete: „Dreimol Null es Null”.

Es folgten eine kurze, aber rasante Rock„n„Roll-Einlage und das geschickt inszenierte Finale: eine musikalische Ehrerbietung an Kölle. Als das Trompeterkorps „Du bess die Stadt” von den Bläck Fööss intonierte und dazu die Kölner Stadtfahne schwenkte, dürfte so mancher Jeck im Saal eine Gänsehaut bekommen haben.

Unter donnerndem Applaus verabschiedeten sich die Eefelkank-Trompeter von der Bühne, auf der jetzt „Blötschkopp” Marc Metzger die Regie übernahm und durch einen Abend mit den Topstars der kölschen Karnevalsszene wie den Brings, den Bläck Fööss, den Höhnern, Paveiern und, und, und führte.

Doch davon bekamen die Eefelkank-Trompeter wenig mit, denn längst schon saßen sie im Bus und fuhren Richtung Heimat: Am Samstag sollte der zweite Auftritt folgen, da muss man fit sein. „Der am Samstag”, sagt Karsten Pley, „war dann sogar noch einen Tick besser.” Und auch Patrick Nießen ist voll des Lobes: „Was die Jungs in Köln gezeigt haben, war einfach super. Alle waren hochkonzentriert.”

Die Gastspiele beim „Elften im Elften” aber waren erst der Anfang, denn die Eefelkank ist für alle Termine der „Lachenden Köln-Arena” 2011 gebucht. Für dieses karnevalistische Großereignis studiert das Korps eigens ein neues Medley ein. Heute aber ist gemütliches Beisammensein in der „Quelle” angesagt.

Wenn um 20.15 Uhr die Sendung beginnt, werden alle gebannt vor dem Fernseher sitzen und hoffen, dass der WDR möglichst viel von ihrem Auftritt zeigt. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, schließlich sitzt dort an maßgeblicher Stelle ein Mann mit Bezug zu Eschweiler: Regie führte Karsten Frings, und der wohnt in Dürwiß.