Erkelenz: Durch Klage Klarheit für die Zukunft schaffen

Erkelenz: Durch Klage Klarheit für die Zukunft schaffen

Mit Gelassenheit nimmt man in Erkelenz den Beginn der Bauarbeiten für das geplante Nahversorgungszentrum in Rath-Anhoven zur Kenntnis. Auf Nachfrage verwies Bürgermeister Peter Jansen darauf, dass eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Aachen in der Sache noch anstehe.

Ein Termin vor Ort in Rath-Anhoven war vor einigen Wochen kurzfristig abgesagt worden. Im September ist ein weiterer geplant, aufgrund dessen dann in Aachen entschieden wird.

Die Stadt Erkelenz hatte im vorigen Jahr gegen das Nahversorgungszentrum geklagt, da man aufgrund der zuerst geplanten Größe des Aldi-Marktes und der anhängenden Geschäfte die Interessen des Erkelenzer Einzelhandels massiv betroffen sah.

„Wir haben nichts gegen den Einzelhandel in Rath-Anhoven”, betonte Jansen, „vor allem, wenn damit der Bevölkerung vor Ort gedient ist.” Nur dürfe er den Erkelenzer Einzelhandel nicht belasten, was aufgrund der Nähe von Rath-Anhoven zu Erkelenz befürchtet worden war.

Immerhin, so ergänzte Jansen, sei die Planung bereits von rund 3000 auf rund 800 Quadratmeter zurückgefahren worden. Die Klage basiert aber auf neuem Landesrecht und neuen Vorschriften, mit denen man bisher noch keine praktischen Erfahrungen gemacht habe.

Daher habe man sich in Erkelenz dazu entscheiden, den Klageweg weiter zu beschreiten, um eine grundsätzliche Entscheidung zu erlangen. Diese werde als Basis für zukünftige ähnliche Streitfälle dienen können. „So können wir Klarheit für die Zukunft erlangen”, rechtfertigte Jansen die Entscheidung der Stadt, die Klage in Aachen nicht zurückzuziehen.