Kreis Heinsberg: DRK muss ständig neue Blutspender werben

Kreis Heinsberg: DRK muss ständig neue Blutspender werben

„Wir brauchen das ganze Jahr über Spender, um die benötigte Anzahl von Blutkonserven zu bekommen”, erklärte Gabriele Hoch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Roten Kreuz. Auch während der Sommerzeit seien Menschen krank und benötigten Blut.

Aber in den Schulferien seien auch viele Menschen in Urlaub und darum fehle es an Blutkonserven. „Regelmäßigkeit ist unser Problem”, so Gabriele Hoch, denn der Bedarf an Blutkonserven sei das ganze Jahr über konstant.

Um den Engpass in den Ferien zu überbrücken, ist das DRK zu zusätzlichen Terminen derzeit mit Blutspendetrucks unterwegs und will so besonders neue Spender erreichen. Jetzt machte der 15-Tonner vom Zentralen Blutspendedienst West aus Breitscheid auch vor dem Rathaus in Geilenkirchen halt.

Alleine durch seine 15,6 Meter Länge machte das über dreieinhalb Meter hohe Sonderfahrzeug auf sich aufmerksam. Sechs Plätze stehen in dem Truck für die Blutentnahme zur Verfügung. Ein fünfköpfiges Team mit medizinischer Ausbildung und ein Arzt reisen ständig mit.

„Wir haben viele Stammspender, aber es müssen ständig neue Spender geworben werden”, sagte Gabriele Hoch mit Blick auf den Bedarf. Gespendet werden könne ab dem 18. Lebensjahr bis zum Alter von 68 Jahren, aber: „Derzeit erfolgt eine Altersstudie, die ermittelt, ob es auch darüber hinaus noch sinnvoll ist, Blut zu spenden.”

Die bisherige Auswertung sei positiv verlaufen und zeige, dass auch Senioren nicht von der Spende ausgeschlossen werden sollten. „Es ist aber auch an der Zeit, den Generationenvertrag weiterzuleiten”, resümierte Gabriele Hoch, denn besonders Neuspender würden dringend gesucht.

Sarah Scheuvens (19) war eine potenzielle Neuspenderin, die sich im Vorbeigehen spontan zu einer Blutspende entschloss. Weil sie ein bestimmtes Medikament einnimmt, konnte das DRK sie allerdings nicht berücksichtigen. Ein weiterer Spendenwilliger musste sein Blut aufgrund einer kürzlich erfolgten Darmspiegelung ebenfalls behalten.

Der Kreisvorsitzende des DRK, Dr. Michael Vondenhoff, brachte jedoch alle Voraussetzungen mit, um zum ersten Mal die Nadel zur Entnahme seines Blutes spüren zu dürfen. Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst bekam, wie auch DRK-Kreisgeschäftsführer Wilfried Mercks, zum wiederholten Mal einen halben Liter Blut „abgezapft”.

40 Spender, darunter immerhin 15 Neuspender, stellten an diesem Vormittag einen Teil ihres „Lebenssaftes” anderen Menschen zur Verfügung.