Drei Tipps für ein gesünderes Leben

Faktor Wohnumfeld : Drei Tipps für ein gesünderes Leben

Das Jahr 2020 hat uns mehr als einmal gezeigt, wie wertvoll die Gesundheit des Einzelnen ist. Ob jemand im Laufe seines Lebens eine chronische Krankheit bekommt oder lange und gesund leben wird, lässt sich nicht immer vorhersehen oder beeinflussen.

Zum einem Teil hängen diese Dinge von der genetischen Grundausstattung ab, die ein Mensch in sich trägt. Andere Faktoren, die sich auf die Gesundheit positiv auswirken können, liegen jedoch in unserer Hand: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf sind die bekanntesten Beispiele.

Die folgenden drei Tipps helfen dabei, den Blick auch auf Gesundheitsfaktoren zu richten, die seltener im Fokus stehen, jedoch deswegen nicht minder bedeutsam sind.

Wohnort und Wohnumfeld überprüfen

Diabetes.Help hat kürzlich eine umfassende Studie durchgeführt, in der untersucht wurde, wie gesund die Menschen in deutschen Hauptstädten leben. Dabei wurden in den Städten verschiedene Parameter wie der Zugang zu Bio-Lebensmitteln, Sportstätten und ärztlicher Versorgung untersucht. Ebenso spielten das Aktivitätsniveau, ein gesundes Körpergewicht und das Auftreten von Diabetes eine Rolle bei der Berechnung des Gesundheits-Scores.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Menschen in einigen Städten Deutschlands tatsächlich gesünder zu leben scheinen als in anderen. Falls Ihre Heimatstadt nicht dazugehört, ist das natürlich kein Grund, sofort umzuziehen. Dennoch lohnt es sich, die eigene Wohnumgebung einmal aus gesundheitlichen Aspekten in Augenschein zu nehmen: Befindet sie sich an einer stark frequentierten Straße oder eher etwas außerhalb, mit guter Erreichbarkeit von Wäldern und Parkanlagen? Wie hoch sind äußere Stressfaktoren wie Feinstaubbelastung oder Straßenlärm? Gibt es eine ausreichende ärztliche Versorgung?

Langfristig wird Ihre Gesundheit es Ihnen danken, an einem Ort zu leben, an dem Sie sich rundum wohlfühlen.

Der Zusammenhang von Arbeitsplatz und psychischer Gesundheit

Körper und Geist hängen zusammen - das ist das Grundprinzip der Psychosomatik. Obwohl es in allen Lebensbereichen wichtig ist, auf ein psychisches Gleichgewicht zu achten, ist in wenigen Bereichen der Stresspegel so hoch wie in der Arbeitswelt. Kommen zu einem anstrengenden Berufsalltag noch private Überforderungen durch Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen hinzu, sollte man besonders achtsam mit sich sein: Ein Burnout-Syndrom tritt selten plötzlich auf.

Vielmehr steht es am Ende eines schleichenden, lange andauernden Prozesses der Überlastung, der oft nicht gleich erkannt wird. Daher sollten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber regelmäßig überprüfen, wie es um die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz bestellt ist.

Sind Arbeitnehmer mit ihren Aufgaben gut ausgelastet oder eher unter- beziehungsweise überfordert? Gibt es ein unterstützendes und wohlwollendes Betriebsklima oder herrschen Konkurrenzkampf und Mobbing-Strukturen? Ist die Arbeit sinnvoll und erfüllend? Kann man sich gut konzentrieren oder treten ständige Störungen auf, etwa durch die laute Geräuschkulisse eines Großraumbüros?

Ein unterstützendes soziales Umfeld schaffen

Gute Freundschaften und sichere soziale Eingebundenheit halten uns gesund - sowohl körperlich als auch psychisch. Vor allem in Großstädten passiert es zunehmend, dass Menschen aufgrund von Anonymität und Isolation vereinsamen.

Die Folge dieser fehlenden sozialen Gesundheit ist verheerend: Wissenschaftler der Brigham Young Universität in Utah fanden heraus, dass Einsamkeit ebenso gesundheitsschädlich ist wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag.

Dabei kommt es nicht darauf an, sich willkürlich mit irgendwelchen Menschen zu umgeben. Versuchen Sie vielmehr, sich ein Umfeld aufzubauen, in dem Sie sich angenommen, geborgen und unterstützt fühlen. Eine gute Freundschaft, auf die Sie sich wirklich verlassen können, kann wertvoller und heilsamer sein als viele oberflächliche Bekanntschaften.

(vo)