Kreis Heinsberg: Dr. Hachen und Krückel ernten für Arbeit viel Lob

Kreis Heinsberg: Dr. Hachen und Krückel ernten für Arbeit viel Lob

Zu dritt hatten sie zu einem Neujahrsempfang in die Heinsberger Stadthalle eingeladen: Elena Dahmen für die Schüler Union, Marwin Altmann für die Junge Union und Winand Ruland für die Senioren Union im Kreisverband der CDU. 45 Teilnehmer, jung und alt, waren der Einladung gefolgt, deren Gäste die beiden Landtagsabgeordneten Dr.Gerd Hachen und Bernd Krückel waren.

Er habe immer ein offenes Ohr, so begrüßte die junge Gastgeberin zunächst Krückel. Ihrer Generation vielfältig Unterstützung beim Thema Schulpolitik zu geben, bescheinigte sie Hachen, ehe sie an Altmann übergab, der die Veranstaltung moderierte. Er schmunzelte zunächst über die Sitzordnung, bei der die jungen Teilnehmer auf der einen, die älteren geschlossen auf der anderen Seite des kleinen Sitzungssaales Platz genommen hatte. „Ich hoffe, dass wir jetzt durch die Diskussion zueinander finden und gemeinsam gut ins neue Jahr starten”, betonte er. Beide Abgeordnete würden im Landtag mit Bildung und Finanzen wichtige Kernthemen besetzen, erklärte er: „Ohne Geld kann man gar nichts machen, und ohne Bildung kann man auch in der Zukunft nichts mehr machen!”

Hachen und Krückel informierten anschließend kurz über die Schwerpunkte ihrer Arbeit. Themen, die sie mit den Gästen diskutierten, waren etwa die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Landesbank oder die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien von 13 auf 12 Jahre und die damit verbundenen Probleme des Doppeljahrgangs 2013 sowie die Verdrängung von Haupt- und Realschülern bei den Ausbildungsplätzen durch Abiturienten. Hachen sah hier eine Lösung in einer besseren Vernetzung von Schulen und Wirtschaft. Zudem würden vier neue Fachhochschulen gegründet, an denen insgesamt 11.000 neue Studienplätze geschaffen würden. Weiter sprach er sich im Laufe der Diskussion für die Erhaltung des dreigliedrigen Schulsystems aus. Nur eine individuelle Förderung habe Aussicht auf Erfolg, betonte er.

In Bezug auf die finanzielle Situation der Kommunen, vor allem bedingt durch die Verantwortung für die Sozialhilfe, mahnte Krückel eine Reform an. Die letzte große Reform in diesem Bereich habe es in den siebziger Jahren gegeben. Seitdem habe sich aber viel verändert. Wichtig sei, dass die Kommunen, die in den vergangenen Jahrzehnten schlecht gewirtschaftet hätten, aber noch immer über eigenes „Tafelsilber” verfügen würden, zunächst alle Mittel ausschöpfen würden, um selbst wieder aus der Schuldenfalle herauszukommen. Kommunen die gut gewirtschaftet hätten, dürften umgekehrt aber nicht dazu gezwungen werden, ihre wichtigen Anteile zum Beispiel an Stadtwerken oder ähnlichen Einrichtungen zu verkaufen. Von Vorteil sei das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF), das mehr Transparenz biete.

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