Kreis Düren: Digitale Blitzer: Panne bei der Datenspeicherung

Kreis Düren: Digitale Blitzer: Panne bei der Datenspeicherung

Autofahrer, die zwischen November 2009 und Ende April dieses Jahres von den beiden digitalen Überwachungssäulen im Autobahndreieck Jackerath und an der B56 bei Birkesdorf „geblitzt” wurden und Einspruch gegen den Bußgeldbescheid eingelegt haben, brauchen ihr Knöllchen wohl nicht zu bezahlen.

Die für ein Gutachten vor Gericht benötigten, verschlüsselten Originaldaten sind nicht mehr vorhanden. Einen entsprechenden Hinweis des Aachener Anwaltvereins bestätigte der Kreis Düren auf Nachfrage.

Ursache sei ein Festplattenfehler im Straßenverkehrsamt gewesen. Auf eine Rekonstruktion hat der Kreis aus Kostengründen verzichtet. Gleichzeitig betont Pressesprecher Josef Kreutzer, dass der Fehler nicht die Messung nach dem sogenannten Polican-Speed-Verfahren an sich betrifft. Die sei in jedem Fall ordnungsgemäß verlaufen.

Der Anwaltverein teilt mit, dass das Amtsgericht Jülich anhängige Verfahren nun einstelle. Weil die Einspruchsfrist aber längst abgelaufen ist, können nach Angaben des Straßenverkehrsamtes maximal die 317 Autofahrer profitieren, die fristgerecht gegen den Bußgeldbescheid Rechtsmittel eingelegt haben. Seit Ende April läuft die Datenspeicherung wieder fehlerfrei.

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