Welches Webhosting ist das richtige?

Internet : Welches Webhosting ist das richtige?

Das Angebot an Webhosting Produkten auf dem Markt ist groß. Doch welche Varianten gibt es überhaupt und worin unterschieden sich diese?

Eine Onlinepräsenz gehört heutzutage zum guten Ton. Egal ob als kleines Unternehmen, selbstständiger Dienstleister oder als einfache Privatperson mit einem Hobbyblog. Die Erstellung einer eigenen Webseite setzt mittlerweile dank komfortabler Content Management Systeme und Homepagebaukästen kein umfangreiches Fachwissen mehr voraus. Daher kann jeder von den Vorteilen eines Onlineauftritts profitieren. Doch um die Webseite betreiben zu können, wird auch das passende Webhosting benötigt.

Günstige Webspace Pakete

Wenn man sich im Internet über das Thema Webhosting informiert, dann stößt man in der Regel zuerst auf die günstigen Webspace Pakete. Für nur wenige Euro pro Monat bieten jede Menge Webhoster spezielle Pakete an, die für den Betrieb der eigenen Webseite genutzt werden können. Dabei handelt es sich technisch gesehen um sogenanntes Shared Webhosting.

Das bedeutet, der Webhoster stellt einen Server online zur Verfügung und Kunden können darauf ihre Webseite hosten. Da sich bei dieser Variante oftmals mehrere Hundert Kunden einen einzelnen Server teilen, können die Pakete zu derart günstigen Preisen angeboten werden.

Natürlich birgt dies auch Nachteile: Die zur Verfügung stehende Leistung des Servers müssen sich alle Kunden teilen. Verbraucht ein Kunde mit seiner Webpräsenz zu viel Performance, dann kann anderen Kunden dadurch ein Nachteil entstehen. Aus diesem Grund sind die Webspace Pakete üblicherweise streng limitiert und bieten auch nur wenig individuelle Einstellungsmöglichkeiten.

Die günstigen Webspace Pakete eignen sich vor allem für Privatpersonen, die eine Hobbywebseite betreiben oder für Selbstständige und kleine Unternehmen, die lediglich eine einfache Webvisitenkarte online stellen möchten.

Flexible virtuelle Server

Wer ein umfangreicheres Projekt, wie etwa einen Onlineshop oder einen Webservice betreiben möchte, der sollte sich nicht auf die günstigen Webspace Pakete verlassen, sondern stattdessen zu einem flexiblen virtuellen Server greifen.

Dabei handelt es sich um eine virtuelle Einheit auf einem Server, bei der ein Kunde bestimmte Leistungseigenschaften exklusiv zugesichert bekommt. Virtuelle Server lassen sich flexibel konfigurieren, indem sich Hardwareeigenschaften wie Prozessorkerne, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher fest einstellen lassen. Kunden können sich daher nicht nur auf die zugesicherten Leistungsparameter verlassen, sondern haben zudem auch eine höhere Konfigurationsfreiheit auf dem System.

Da auf einem physikalischen Server mehrere virtuelle Server eingerichtet werden können, bleiben die Kosten auch hier im Rahmen. Gerade für umfangreiche Webprojekte mit festem Budget sind virtuelle Server daher die erste Wahl.

Dedizierte Root Server

Die Königsklasse beim Webhosting stellen die dedizierten Root Server dar. Dabei handelt es sich um einen physikalischen Server im Rechenzentrum, der vollständig einem einzelnen Kunden zur Verfügung gestellt wird. Auf diese Weise können nicht nur sämtliche Hardwareressourcen exklusiv genutzt werden, sondern es lässt sich die gesamte Software, angefangen beim Betriebssystem, individuell anhand der eigenen Bedürfnisse konfigurieren.

Dedizierte Root Server bieten somit ein Maximum an Leistung und Konfigurationsfreiheit, was allerdings auch mit einem höheren Aufwand bei der Administration sowie mit höheren Kosten verbunden ist. Dedizierte Root Server kommen daher in der Regel nur für das Hosting komplexer Webprojekte im gewerblichen Umfeld zum Einsatz und sind für Privatpersonen eher uninteressant.

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