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München: Webware-Dienste ersetzen teure Kauf-Programme

München : Webware-Dienste ersetzen teure Kauf-Programme

Durch sogenannte Webware können Computernutzer bares Geld sparen. Dieser Typ von Programmen ist weder kostspielig, noch benötigt er eine vorherige Software-Installation. Stattdessen wird Webware über den Internet-Browser ausgeführt, wie die Zeitschrift „PC Welt” (Heft 12/2007) berichtet.

Mit den kostenlosen Tools lassen sich Tabellen, Texte und Präsentationen aber Videos im Internet erstellen und bearbeiten.

Vorteil der Webware ist, dass die Nutzer nicht mehr auf einen bestimmten PC angewiesen sind und von überall aus, beispielsweise auf Reisen, immer denselben Datenbestand zur Verfügung haben. Dadurch eignen sich die Programme außerdem gut für Teamarbeit, weil andere Nutzer die auf Web-Servern liegenden Daten auf Wunsch einsehen oder sogar selbst verändern können. Allerdings bieten die meisten Webware-Anwendungen weniger Funktionen als eine Kauf-Software.

Eine Alternative zu Microsoft Office stellt Google Text & Tabellen http://www.docs.google.com dar, wie die Zeitschrift weiter berichtet. Es enthält derzeit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentations-Software. Diese Lösung eignet sich gut für die Zusammenarbeit mit Kollegen. Dokumente lassen sich einfach im Internet veröffentlichen, beispielsweise als Seite in einem Blog. Die gemeinschaftliche Bearbeitung von Office-Dokumenten erlaubt auch Zoho http://www.zoho.com . Die Lösung bietet beispielsweise auch ein Projektmanagement-Tool, eine Datenbank, ein Präsentations-Tool sowie ein Dienstprogramm für Web-Konferenzen.

Selbst Videos lassen sich im Internet beispielsweise mit Premiere Express von Adobe bearbeiten. Diese Webware ist bislang aber erst in einer Betaversion auf Video-Sites wie MTV.com oder Youtube verfügbar. Sie schneidet Filme, versieht sie mit Musik, Fotos und Effekten und speichert sie anschließend ab. Der Dienst Fix my Movie http://www.fixmymovie.com erlaubt in begrenztem Maße eine Qualitätsverbesserung von Videos, die mit Handy oder Digitalkamera aufgenommen worden sind.

WWW und Web 2.0

Als Web 1.0 können „klassische” Internetseiten bezeichnet werden, die lediglich Inhalte zum Betrachten enthalten. Der auf den Verleger Tim OReilly zurückgehende Begriff Web 2.0 meint interaktive Inhalte des Internets. Der Begriff zielt ab auf die veränderte Nutzung des WWW: Jeder Internetnutzer kann eigene Inhalte generieren. Beispiele sind Weblogs sowie Bild- und Videoportale wie Flickr und Youtube.