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Warum sind Passwort Manager sinnvoll?

Alles an einer Stelle : Warum sind Passwort Manager sinnvoll?

Viele mögen es kaum für möglich halten, aber im Durchschnitt besitzt jeder deutsche Internetnutzer 78 Online-Accounts. Jeder Account muss natürlich entsprechend mit einem Passwort geschützt sein. Der Wahnsinn um das Password Management hat hiermit begonnen.

Besonders Ahnungslose oder auch die Unbelehrbaren nutzen ohne Rücksicht auf Verluste stets ein und dasselbe Passwort. Noch nachlässiger und unvorsichtiger geht es kaum noch, denn wird hier ein Account erfolgreich gehackt, so sind gleich alle anderen Accounts mit betroffen. Ein weiteres Problem ist einfach, dass die Passwortvergabe insgesamt noch immer nicht ernst genug genommen wird.

Zumindest viele Betreiber haben diesen Missstand von sich aus reagiert und fordern den Nutzern auf, sichere Passwörter anzulegen. Doch wenn das endlich erfolgreich geschehen ist, wohin dann mit dieser Flut von Passwörtern? In diesem Test finden sich alle wichtigen Informationen und Vergleiche bezüglich von Passwort Managern.

Passwörter sind komplizierter geworden

Während früher ein einfaches „Schatz" oder einfach „Password“ vollkommen ausreichend war, hat sich nun dank der Bemühungen der Betreiber von Accounts einiges geändert. Zunächst müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit ein gewähltes Passw ort überhaupt akzeptiert wird. Für ein sicheres Passwort wird man aufgefordert, sowohl Groß- und Kleinbuchstaben sowie mindestens ein Sonderzeichen und eine Zahl in das neue Passwort zu integrieren. Für den Nutzer ist das häufig ein eher nerviger und anstrengender Prozess, doch er trägt definitiv zur Sicherheit im Netz bei.

Wohin nun mit dem komplizierten Password?

Passwörter dieser Art lassen sich aber nur selten mit Hilfe gedanklicher Eselsbrücken wieder abrufen und schon gar nicht, wenn man an die Vielzahl der unterschiedlichen Passwörter denkt. Also müssen diese Passwörter notiert und dem entsprechenden Account zugeordnet werden. Hat man nicht sorgfältig für die Dokumentation der eigenen Passwörter gesorgt, so wird man gezwungen sein, diese neu zu generieren, was jedes Mal mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden ist.

So wie es für jedes Problem eine Lösung gibt, so gibt es auch für das Chaos rund um die Passwörter eine perfekte und vor allem sicherer Lösung. Und die heißt: Passwortmanager.

Das bietet ein Passwortmanager

Bei einem Passwortmanager handelt es sich um eine Software, die die Passwörter verwaltet. Am besten stellt man sich einen Passwortmanager wie einen digitalen Safe vor. Genau wie in einem realen Safe, wird hier jedes einzelne Passwort abgelegt.

Natürlich kann auch zu jeder Zeit wieder auf das Passwort zugegriffen werden, genau wie man einem realen Safe Gegenstände entnehmen kann. Für diesen Passwortmanager, oder auch für diesen Safe, gibt es ein Master-Passwort. Ab jetzt ist dieses das einzige Passwort, was man sich merken muss. Grundvoraussetzung ist natürlich auch hier, oder gerade hier, dass es wieder ein Passwort ist, bei dem sämtliche Sicherheitskriterien erfüllt wurden.

Ein Passwortmanager ist aber genau genommen weit mehr als nur eine sichere Ablage, also ein Safe. Hier gibt es Varianten, die vollautomatisch sichere Passwörter erstellen und im Safe speichern. Dies wird dann möglich, wenn man ein Browser-Plugin installiert, welche dann in der Folge Browser und Passwortmanager miteinander verbindet. Wird nun ein neuer Account erstellt, generiert der Passwortmanager eigenständig ein sicheres Passwort.

So funktioniert die Passwortverwaltung

Die Passwortverwaltung ist dafür zuständig, die Passwörter an einem zentralen Ort abzulegen. Das ist aber nicht die einzige Funktion, denn hier wird auch gleichzeitig angezeigt, zu welchem Account das jeweilige Passwort gehört. Abhängig von der Wahl des Passwort Managers stehen auch Funktionen zur Verfügung, die die Passwörter besonders nutzerfreundlich präsentieren. Hier wird eine Übersicht angezeigt, die die Account-Anbieter sortiert mit der dazugehörigen E-Mail-Adresse anzeigen.

Das ist nicht nur praktisch, sondern auch sehr wichtig, denn für gewöhnlich wird ein Account immer mit einer Kombination von Passwort und E-Mail-Adresse angemeldet. Diese Funktion ist dann extrem wichtig, wenn man nicht immer mit der gleichen E-Mail Adresse arbeitet.

Die Passwörter sind hier sehr gut aufgehoben, wenngleich auch hier ein Restrisiko besteht, dass Hacker versuchen, an die Passwörter zu gelangen. Doch gerade die großen Anbieter von Passwort Managern verwenden komplexe Sicherheitsarchitekturen. Sollte jemand Unberechtigtes versuchen, an die Passwörter zu gelangen, wird unmittelbar eine Warnung versendet.

Zudem bieten Passwortmanager noch ein weiteres Feature. Hierbei handelt es sich um die automatische Eingabefunktion. Zwar befinden sich die Passwörter an einem bestimmten Ort, quasi dem Safe, doch das heißt nicht, dass man nun jedes Mal auf diesen Ort zugreifen muss. Hier gibt es Tools, die die Passwörter vollautomatisch in die entsprechende Anmeldemaske einfügen, sobald man sich in den entsprechenden Accounts einloggen möchte.

Die Online- und Offline-Lösung

Grundsätzlich stehen zwei unterschiedliche Varianten von Passwort Managern zur Auswahl. Entweder man entscheidet sich für die Offline Variante, dann werden die Passwörter direkt auf dem eigenen PC gespeichert. Anders verhält es sich bei den Online Lösungen, denn hier befinden sich die Passwörter in einer Cloud.

Jede der beiden Varianten hat ihre Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil der Online Variante liegt darin, dass man von überall aus Zugriff auf die Passwörter hat. Allerdings besteht hier auch ein gewisses Risiko, zum Opfer eines Hackerangriffs zu werden.

Bei der Offline-Variante ist der Sicherheitsfaktor insgesamt etwas größer, wobei auch hier nicht vergessen werden sollte, dass auch der eigene PC gehackt werden kann. Bei dieser Variante hat man allerdings den Nachteil, dass man eben nur stationär Zugriff auf seine Passwörter hat.

(vo)