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Berlin: Tipps gegen unerwünschte Spuren im Netz

Berlin : Tipps gegen unerwünschte Spuren im Netz

Das Internet ist nicht nur das schnellste Medium derzeit. Es vergisst auch oft nichts - zumindest nicht schnell. Wer viel im Internet aktiv ist, sollte deshalb mit seinen persönlichen Daten höchst sensibel umgehen.

Denn mit „einer gängigen Suchmaschine lässt sich viel Privates über Menschen finden, was im Grunde nicht in die Öffentlichkeit gehört”, warnt der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Achim Berg. Einer repräsentativen Umfrage von Bitkom und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa zufolge interessiert sich gut ein Drittel aller Bundesbürger für den eigenen Ruf im Internet. Jeder Fünfte gibt beispielsweise in Online-Netzwerken persönliche Informationen preis. Doch heikle Partyfotos oder im Internet ausgetragene Streitereien können später beispielsweise bei Bewerbungsgesprächen zum Problem werden.

Der Bitkom rät deshalb dazu, regelmäßig im Internet nach eigenen Treffern zu suchen. Dies gilt vor allem für Menschen, die viel im Netz veröffentlichen oder in der Öffentlichkeit arbeiten. Wer einen verbreiteten Namen hat, gibt dazu Vor- und Nachnamen in der Suchmaschine in Anführungszeichen ein und ergänzt die Angabe beispielsweise um den eigenen Wohnort.

Noch besser ist es jedoch, selbst gar nicht erst zu viel preiszugeben. In Online-Communities lässt sich der Zugang zu privaten Infos beschränken. Dort kann zwischen Freunden und Fremden unterschieden werden. Auf die eigenen Fotos haben dann nur Freunde Zugriff. Wer eigene Einträge auf Webseiten im Nachhinein als peinlich empfindet, kann die Passagen entweder selbst entfernen oder den Verantwortlichen informieren.

Wer in Internet-Foren beispielsweise auf strafbare Inhalte wie Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung stößt, sollte sich an den Betreiber des Forums oder Blogs wenden, rät der Bitkom. Vorher sollte alles gespeichert oder ausgedruckt werden. Die gängigen Internetbrowser bieten im Menüpunkt Datei eine umfangreiche Speicherfunktion für Webseiten.

Problematisch sind veraltete Einträge in Suchmaschinen. Selbst wenn die eigentlichen Texte bereits gelöscht sind, können sie in der Suchmaschine noch auftauchen, weil sie im Zwischenspeicher abgelegt sind. Falls es um die eigene Homepage geht, können Nutzer den Cache-Speicher bei manchen Suchmaschinen nach Bitkom-Angaben selbst löschen. Notwendig ist dafür aber eine Registrierung.