Berlin/Böblingen: Tipps für den PC-Kauf: DVD-Brenner, WLAN und USB sind Standard

Berlin/Böblingen : Tipps für den PC-Kauf: DVD-Brenner, WLAN und USB sind Standard

Wer sich einen neuen PC kaufen möchte, steht vor der Qual der Wahl: Das Angebot an Geräten ist riesig. Viele Geschäfte werben mit vermeintlichen Schnäppchen - aber nicht selten werden dem Verbraucher Ausstattungskomponenten verkauft, die über seinen Bedarf hinausgehen.

Vor jedem Kauf sollte sich der Verbraucher grundsätzlich die Frage stellen, ob es der klassische PC, also ein Desktop-Rechner, oder ein Notebook sein soll. Braucht er das Gerät eher für zu Hause oder unterwegs? Spielt Platz eine Rolle? „Wer mobil sein will, Platz sparen möchte und obendrein noch Wert auf Ästhetik legt, der wird zum Notebook greifen”, sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin.

Die Ausstattung eines Desktop-Rechners oder eines Notebooks hängt davon ab, für welche Aufgaben das Gerät genutzt werden soll. „Ein normaler Haushalts-PC muss selten mehr leisten als Büroarbeiten erledigen, im Internet surfen oder die Familienfotos bearbeiten”, sagt Alexander Brand von Hewlett-Packard (HP) Deutschland mit Sitz in Böblingen.

Prozessor, Speicher und Festplatte müssen keine Höchstleistungen vollbringen. „Die Bandbreite bei diesen Geräten ist riesig”, sagt Jörg Hartmann, Leiter Consumerbereich von Fujitsu Siemens Computers in München. Solche einfacheren PCs gibt es bei Elektrodiscountern bereits ab 300 Euro.

Mindestens vier USB-Schnittstellen für den Anschluss von Drucker, Digitalkamera, Scanner und anderen Geräten sollte ein PC besitzen. „Je mehr, desto besser”, empfiehlt Benjamin Benz vom Magazin „c´t” in Hannover. „USB ist heute Standard”, fügt Hartmann hinzu.

Beim Kauf auf eine so genannte HDMI-Schnittstelle zu achten, lohnt sich. Denn in der Heimkinowelt gehört dieser Anschluss, der für den digitalen Transport von Audio- und Videodaten sorgt, bereits zum Standard.

Ebenfalls sehr weit verbreitet sind Prozessoren mit zwei Kernen. Die so genannten Dual-Core-Chips, also zwei Prozessor-Kerne, die auf einem Chip untergebracht sind, bieten eine große Leistungssteigerung. Und auch ein DVD-Brenner gehört mittlerweile zur Grundausstattung eines PCs dazu.

Fans von Computerspielen empfiehlt Benz eine separate Grafikkarte. „Ein großer Arbeitsspeicher und ein schneller Prozessor sind dann ebenso von Vorteil wie ein großer, qualitativ hochwertiger Bildschirm, der die Farben strahlen lässt”, sagt Brand. Für einen PC mit Multimediaanforderungen sollten zwischen 1000 und 2000 Euro eingeplant werden.

Für die Arbeitsspeicher gilt laut Knaak grundsätzlich ein Minimum von 2 Gigabyte. „Je mehr, desto besser”, sagt er. Benz rät hingegen, beim Arbeitsspeicher auf mehr als 2 Gigabyte zu verzichten: „Da bleibt sonst viel brach liegen.” Die Größe der Festplatte sollte sich bei einem Notebook zwischen 80 bis 160 Gigabyte, bei einem herkömmlichen PC zwischen 250 bis 400 Gigabyte bewegen.

Benz empfiehlt zudem einen Rechner mit Betriebssystem zu kaufen: „Das spart Ärger beim selbst installieren.” Seit etwa drei Monaten gibt es Windows Vista, das Windows XP abgelöst hat. Knaak hingegen schwört auf Apples Mac OS, seiner Ansicht nach eines der sichersten Betriebssysteme. „Für den Mac gibt es so gut wie keine Viren”, sagt er. Außerdem stecke mittlerweile Intel-Technik darin.

Auch auf die Garantie sollte der Käufer achten. Mit einem Aufpreis kann der Verbraucher meist bis zu drei Jahre lang einen Vor-Ort-Service erwerben. Das Gerät wird dann im Fall eines Defekts repariert. „Das kann viel Ärger sparen”, sagt Benz.

Wer auf die drahtlose Technologie setzt, der benötigt eine WLAN-Karte. Beim Notebook gehört diese bereits zum Standard-Programm - Desktop-Rechner lassen die Karte hingegen oft noch vermissen. Sie kann jedoch problemlos nachträglich eingebaut werden.

Beim Kauf eines PCs sollten sich Verbraucher nicht nur von den Leistungsdaten lenken lassen. Ein „Mehr” ist nicht immer besser und oft nicht erforderlich. Wer schon vor dem Kauf eine genaue Vorstellung davon hat, was er im Alltag braucht, kann dadurch viel Geld sparen.

Ein leiser PC kostet mehr

Etwa 100 Euro Aufpreis sollte einkalkulieren, wer einen leisen PC wünscht. „Die Rechner leiser zu machen, ist aufwendig und kostet seinen Preis”, sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. Er empfiehlt, sich dazu von einem Fachhändler beraten zu lassen. Für Jörg Hartmann von Fujitsu Siemens Computers in München stellt die Lautstärke hingegen kein Thema dar: „Da wurde in den vergangenen Jahren viel getan.”

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