Berlin: Theater und Musik am PC: Aktuelle Software für Kulturfreunde

Berlin : Theater und Musik am PC: Aktuelle Software für Kulturfreunde

Soll es am Wochenende in die Oper gehen, kann es sich lohnen, zu Hause den Rechner anzuwerfen. Denn Programme für Kulturfreunde haben nicht nur Basisinformationen etwa zur Handlung von Mozarts „Zauberflöte” parat, sie können unter Umständen auch mit Hörbeispielen dienen.

Andere aktuelle Software beantwortet etwa jede Menge Fragen, die Theaterliebhabern in den Sinn kommen könnten, oder sie soll dabei helfen, mehr Ordnung in den CD-Schrank zu bekommen. Den Theaterführer „Spielplan” von Georg Hensel hat Directmedia Publishing aus Berlin nun in digitaler Form auf CD-ROM herausgegeben.

Wie schon in der gedruckten Ausgabe erläutert der Theaterkritiker Hensel nicht nur die Inhalte zahlreicher Bühnenstücke von der Antike bis zur Moderne: Er versieht die einzelnen Einträge auch mit Hintergrundinformationen. So erfährt der Nutzer zum Beispiel, dass Woody Allen nicht nur Filme gemacht, sondern auch Theaterstücke geschrieben hat - und dass er an der Universität ausgerechnet im Fach Filmregie durchgefallen ist.

Alle Informationen zu den Stücken und ihren Autoren sind mit Hilfe verschiedener Suchkriterien einfach zu finden. Über die Volltextsuche ist auch ein schneller Zugriff auf Zitate möglich. Wichtiges kann farbig markiert werden - das hilft, es schneller wieder zu entdecken. Die Markierungen werden dabei abgespeichert und nach einem Mausklick auf die Schaltfläche „Marker” in einer Tabelle angezeigt. Wer möchte, kann einzelne Passagen direkt ausdrucken.

Der digitale Theaterführer ist im Handel für knapp 30 Euro zu haben. Freunde vorwiegend „ernster” Musik können ihr Wissen mit der DVD-ROM „Das große Metzler Musiklexikon 3.0” vertiefen. Das neue Nachschlagewerk ist nach Angaben des Herausgebers USM aus München erheblich umfangreicher ausgefallen als die Vorgängerversion. Zu den zentralen Elementen gehört die „Chronik”, eine multimediale Zeitleiste. Mit deren Hilfe lässt sich der Lauf der Musikgeschichte nachvollziehen - vom Jahr 2500 vor Christus bis in die Gegenwart.

Ausführliche Informationen zu sämtlichen Epochen, Stilrichtungen und Facetten aus der musikalischen Zeitrechnung gibt es in mehr als 10.000 Einträgen. Über die einfach zu bedienende Suchfunktion lässt sich nach Komponisten, Musikern oder Werken forschen. Viele der Informationen werden nicht nur als Texte angezeigt, sondern auch in Form von Bildern und Musikbeispielen. Das heißt, dass etwa Fragen wie „Wie klingt eine Trompetengeige?” auch akustisch beantwortet werden.

Und nicht nur das: Das bedeutende Musiklabel Deutsche Grammophon hat gut 260 Musikstücke verschiedener Komponisten für die neue Auflage des digitalen Lexikons zur Verfügung gestellt. Die DVD-ROM ist im Handel für knapp 50 Euro erhältlich. Bereits in zehnter Auflage ist Ende Mai das „Ultimus Musiklexikon” des bhv-Verlags aus Kaarst (Nordrhein-Westfalen) erschienen, das sich als größtes deutschsprachiges Nachschlagewerk seiner Art versteht.

Es ist nicht nur als Lexikon für Fans klassischer Musik gedacht, sondern umfasst auch Informationen zu Bands oder Musicals. Beeindruckend ist die Rubrik „Liedtexte” : Hier kann der Nutzer die Worte zu mehr als 7500 Songs nachlesen. Anhand eines „Zeitstrahls” lassen sich - ähnlich wie beim Metzler-Lexikon - die Entwicklungen der Musik nachvollziehen: Die Zeitrechnung beginnt hier schon im Jahr 35.000 vor Christus. So alt soll das älteste bisher gefundene Musikinstrument sein.

Unter „Hörbeispiele” sind wiederum Klangproben verschiedenster Instrumente, aber auch die Nationalhymnen von 83 Staaten versammelt. Die CD-ROM kostet knapp 20 Euro, als Download ist sie für knapp 18 Euro erhältlich. Hinter „Keller´s Musik-Katalog 2007”, erschienen beim Koch Media Verlag aus München, verbirgt sich eine Datenbank mit mehr als 600.000 Titeln aus den verschiedensten Musikrichtungen. Sie soll dabei helfen, die eigene CD- oder Schallplattensammlung zu archivieren - und kann dazu über eine Online-Anbindung auch auf Informationen aus dem Netz zurückgreifen. Neben Informationen zu den Titeln und auch zu einzelnen Tracks sind auf der CD-ROM rund 120.000 Coverabbildungen gespeichert. Der digitale Musik-Katalog kostet knapp 30 Euro.

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