Düsseldorf: Stolperfalle Internet: Kündigungen drohen

Düsseldorf : Stolperfalle Internet: Kündigungen drohen

Das Internet kann für Arbeitnehmer immer öfter zur Stolperfalle mit anschließender Kündigung werden. Zwei aktuelle Urteile belegen, dass der Umgang mit der Datenautobahn am Arbeitsplatz vorsichtig sein sollte.

So beschied jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG), dass eine privat motivierte Nutzung des Internets mit Hilfe eines dienstlich zur Verfügung gestellten Computers unter Umständen zu einer ordentlichen Kündigung führen kann - und zwar ohne vorherige Abmahnung. Allerdings ist eine derart hart Maßnahme von der Schwere der regelmäßigen Pflichtverletzung durch den Arbeitnehmer abhängig (Az. 2 AZR 200/06).

Und auch negative Äußerungen gegenüber seinem Arbeitgeber im Internet sollten Arbeitnehmer tunlichst lassen. Denn egal, ob anonym oder nicht: Wer in einem öffentlich zugänglichen Internetforum über seinen Arbeitgeber lästert, riskiert ebenfalls die Kündigung - und zwar fristlos. Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main hat solche Äußerungen nämlich als üble Nachrede und damit als Straftat gewertet (Az. 22 Ca 2474/06).

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