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Hamburg/Köln: S.T.A.L.K.E.R. riskieren ihr Leben in Tschernobyl

Hamburg/Köln : S.T.A.L.K.E.R. riskieren ihr Leben in Tschernobyl

Für manche Menschen sind Computerspiele immer noch eine ebenso neue wie fremde Welt. Doch so jung das Genre grundsätzlich noch ist - selbst hier gibt es bereits regelrechte Klassiker. Die Reihe „Command & Conquer” gehört in diese Kategorie und kehrt nun mit einer neuen Folge zurück.

Ein Klassiker ganz andere Art ist dagegen „S.T.A.L.K.E.R.” : Dieses Spiel füllt seit Jahren die Fachmagazine, wurde immer wieder angekündigt und verschoben und soll nun tatsächlich erscheinen. Neue Abenteuer für PC-Spieler versprechen auch kommende Titel wie „Silverfall” und „Ancient Wars: Sparta”. Die sportliche Seite vertritt wiederum „Uefa Champions League 2006-2007”.

Der Bereich der Echtzeit-Strategie ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der virtuellen Spiele-Welt. Das Prinzip ist meist ähnlich: Der Spieler baut auf dem Bildschirm ein paar Gebäude, um kräftige Einheiten zu produzieren. Das gewünschte Ergebnis besteht dann darin, den Computergegner damit zu besiegen. Der PC versucht jedoch das gleiche. Ihre ersten Schritte machte diese Idee in den frühen neunziger Jahren. Als wegweisend auf diesem Gebiet gelten die 1995 gestarteten „Command & Conquer” -Titel.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht bei „Command & Conquer” traditionell das Tiberium - ein aus dem All kommendes Mineral, um das man sich auf der Erde streitet. Streithähne sind dabei vor allem die Bruderschaft von Nod mit ihrem Anführer Kane auf der einen und die GDI (Globale Defense-Initiative) auf der anderen Seite.

Doch das ist nur der Hintergrund, um dem Spieler zu ermöglichen, was der Titel schon sagt: befehlen und erobern. Es wird also allerlei gefährliches Gerät produziert, um das nicht minder gefährliche Gerät des Gegners in möglichst kleine und gerne auch rauchende Teile zu verwandeln. Der am 29. März erscheinende neueste Teil „Command & Conquer 3: Tiberium Wars” von Electronic Arts aus Köln spielt im Jahr 2047. Er soll das Ganze mit zeitgemäßer Grafik und neuen Möglichkeiten auf den aktuellen Stand heben. Der Preis wird bei rund 50 Euro liegen.

Tiberium war im antiken Sparta kein Thema. Daher hat der Spieler in dem neuen Echtzeit-Strategietitel „Ancient wars: Sparta” vor allem die Aufgabe, auf Seiten der Spartaner, Perser oder Ägypter die Vorherrschaft im Mittelmeerraum zu sichern. Dabei kommen Schiffe ebenso zum Einsatz wie Streitwagen oder Belagerungsgerät.

Die dicksten Waffen allein sind jedoch kein Garant dafür, dass auch alles so funktioniert wie gedacht - die Gegebenheiten der digitalen Landschaft sind ebenso zu berücksichtigen, wie der Einfluss des Windes. Laut Publisher Eidos in Hamburg soll die Antike ab dem 23. März zum Preis von knapp 40 Euro auf dem PC lebendig werden können.

„S.T.A.L.K.E.R.” - PC-Spieler, die diesen Begriff hören oder lesen, kommen meist um einen Seufzer nicht herum. Seit mittlerweile rund einem halben Jahrzehnt schien der Titel in einer Endlosschleife zwischen Veröffentlichungstermin und erneuter Verschiebung gefangen zu sein.

Dass die ganze Angelegenheit nicht vollends lächerlich wurde, lag vor allem daran, dass sich die Entwickler viel vorgenommen hatten - und dass auch das Hintergrundthema ein besonderes ist. Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Areal rund um den 1986 zerstörten Atomreaktor von Tschernobyl.

Optisch wurde für das Spiel ein großer Teil des Gebiets nach Originalvorbildern umgesetzt. Die Handlung selbst jedoch ist fiktiv und im Jahr 2012 angesiedelt: Einige Glücksritter und Plünderer - die S.T.A.L.K.E.R. - riskieren ihr Leben, um an verstrahlte Artefakte zu gelangen.

Dabei haben sie sich zum einen mit dem ukrainischen Militär auseinander zu setzen. Außerdem stellen sich ihnen mutierte Wesen in den Weg. Zudem gilt es, dunklen Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Dabei wird Vieles mit Waffen geregelt. Es finden sich aber auch Elemente aus dem Bereich der Rollenspiele. „S.T.A.L.K.E.R.” von THQ in Krefeld soll im März zum Preis von rund 50 Euro erscheinen.

Während „Command & Conquer” ein Urgestein im Bereich der Echtzeit-Strategie ist, gilt das gleiche für „Diablo 2” bei den Action-Rollenspielen. Weil gerade hier aber immer noch kein offizieller Nachfolger in Sicht ist, wagen sich immer wieder andere Entwickler daran, den Erfolg zu kopieren.

Neuestes Ergebnis ist „Silverfall”, das der Publisher Flashpoint aus Hamburg im März in die Läden bringen will. Das ebenso schlichte wie beliebte Grundprinzip bleibt wie gehabt: Der Spieler erstellt sich einen Charakter und metzelt sich dann durch Unmengen von Monstern - immer auf der Suche nach besserer Ausrüstung und wertvollen Gegenständen.

Weil aber Nachmachen allein wohl nicht glücklich macht, haben die Entwickler auch Neues eingebaut. So gilt es, sich auf eine der beiden Seiten im Spiel zu schlagen - die der Naturreligionen oder der eher technisch orientierten Reiche. Die eigenen Taten sollen beeinflussen, in welchen Stil - mit natürlicher oder technischer Optik - die zerstörte Stadt Silverfall wieder aufgebaut wird. Als Erscheinungstermin wird der 09. März genannt, der Preis soll bei 45 Euro liegen.

Natürlich gibt es auch Menschen, die sich aus spielerischer Echtzeit-Strategie ebenso wenig machen wie aus Gegenständen, die von Rollenspielmonstern herumgeschleppt werden. Für diese Klientel kommt als Alternative im März „Uefa Champions League 2006-2007” heraus, das laut Electronic Arts am 22. März erscheinen soll. Ziel ist es hier, die eigenen Managementfähigkeiten zu zeigen, um auf der europäischen Bühne des Vereinsfußballs bestehen zu können.