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Düsseldorf: Siedeln, zaubern und Feuer spucken: Konsolenfutter für unterwegs

Düsseldorf : Siedeln, zaubern und Feuer spucken: Konsolenfutter für unterwegs

Die Ferienzeit ist da. Und das bedeutet lange Fahrten im Auto, warten auf die Bahn oder auf das Essen im Flieger. Glücklich kann sich schätzen, wer in solchen Situationen eine tragbare Spielekonsole dabei hat: Für die gibt es jetzt auch wieder einige neue Titel, darunter „Die Siedler”, „Sim City DS” und „Harry Potter und der Orden des Phönix”.

Auf dem PC wuseln sie seit Jahren, jetzt erobern sie auch die DS: „Die Siedler”. Der Titel für die Minikonsole ist eine Umsetzung des zweiten und erfolgreichsten Teils der Aufbau-Serie aus dem Jahr 1996.

Der Spieler klettert zusammen mit der Besatzung aus einem Schiff, das es vor eine Insel verschlagen hat. Diese muss er bewohnbar machen. Dafür hat er Bäume zu fällen, er muss Sägemühlen bauen, Steine klopfen, Eisenerz fördern und vieles mehr - alles mit dem Ziel, eine Siedlung zu gründen und wachsen zu lassen.

Das ist auf den beiden kleinen DS-Bildschirmen zwar weniger hübsch anzusehen als am Rechner. Trotzdem haben die Entwickler eine Menge Details eingebaut, die dazu verlocken, den Touchpen hin und wieder aus der Hand zu legen und den Männchen einfach zuzugucken.

Dabei kann er sich auch näher heranzoomen. Zur Auswahl stehen ihm zwei so genannte Kampagnen, also zwei Spielgeschichten, und vier Völker: Römer, Wikinger, Nubier und Asiaten. Und die Siedlung kann nicht nur in einem Wald entstehen, sondern auch auf Eisflächen oder in einem Sumpf. „Die Siedler” stehen für rund 40 Euro in den Läden.

Wer statt einer Siedlung eine Metropole wachsen sehen will, kann sich an die Umsetzung eines weiteren PC-Spiele-Klassikers halten: an „Sim City DS” von Electronic Arts. Eine Metropole bauen, das heißt hier, als Bürgermeister zunächst Wohn-, Geschäfts- und Industriezonen einzurichten und sie über Stromleitungen mit einem Kraftwerk zu verbinden. Dann geht es an Parks, Busse und Bahnen, Behörden und Wahrzeichen - eben an fast alles, das eine Metropole ausmacht.

Aber Vorsicht: Wie in echten Großstädten können Planungsfehler böse Folgen haben: Mutet der Bürgermeister seinen Einwohnern zu viel Industrie in direkter Nachbarschaft zu oder sorgt er nicht für eine ordentliche Entsorgung des Abfalls, vergrault er seine Einwohner. Und weniger Einwohner heißt weniger Steuereinnahmen. Der Spieler kann sich entscheiden, ob er lieber vorgegebene Aufgaben erfüllen oder mit offenem Ende vor sich hin planen möchte. „Sim City DS” ist zum Preis von rund 40 Euro zu haben.

Kleiner Mann ganz groß - nach diesem Motto macht sich Harry Potter ans Werk, diesmal in einem neuen Videospiel, das für alle Konsolen erhältlich ist. Im Spiel „Harry Potter und der Orden des Phönix”, das von Electronic Arts herausgegeben wird, kann der Spieler die Zauberer-Schule Hogwarts erkunden und dabei die Abenteuer aus dem fünften Buch und Film nacherleben. Da die Gemeinschaft der Zauberer die Rückkehr von Oberbösewicht Lord Voldemort verdrängt, muss der kleine Brillenträger mit den magischen Kräfte selbst ran. Um die Gegenwehr zu organisieren, bringt Potter einigen Schülern selbst die „defensive Zauberei” bei.

Die erlernten Fähigkeiten gilt es, in verschiedenen Mini-Games einzusetzen. Manchmal kommt es dann auch zu Zauberduellen. Höhepunkt ist ein Kampf gegen Voldemort und seine „Todesser”. Das Spiel kostet für die PSP rund 40 Euro, für die Nintendo DS rund 28 Euro.

Schon auf dem Gameboy aktiv war Kirby - eine rosafarbene Kugel, die es im wahrsten Wortsinn in sich hat. Denn wenn sich der rundliche Jump´n´Run-Held Gegnern gegenüber sieht, schluckt er sie kurzerhand hinunter - oder versucht das zumindest. Das hat für Kirby und damit für den Spieler den positiven Effekt, dass er bestimmte Fähigkeiten seiner Gegner plötzlich für einen Moment ebenfalls beherrscht - Brücken bauen oder Feuer spucken sind nur zwei von insgesamt mehr als 25 dieser Fähigkeiten.

In seinem neuesten Abenteuer „Mouse Attack” für die DS muss sich Kirby gegen eine Bande von Mäusen, die Squeaks, durchsetzen, die ihn daran hindern wollen, sich ein gestohlenes Stück Erdbeertorte zurück zu holen. Seine Mission führt ihn in klassischer Manier durch jede Menge Levels, an deren Ende jeweils ein scheinbar übermächtiger Gegner wartet. Dazu gibt´s Minispiele wie den Mampfkampf, bei dem Kirby schneller nach Kuchenstücken schnappen muss als ein Vertreter der Mäusebande. „Kirby: Mouse Attack” von Nintendo kostet rund 40 Euro.