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Eschborn/Hannover: Leichte Rechner für die Aktentasche: Subnotebooks können fast alles

Eschborn/Hannover : Leichte Rechner für die Aktentasche: Subnotebooks können fast alles

Klein, leicht und handlich - diese Kriterien beschreiben ein Subnotebook. Alles unter 14 Zoll Bildschirmdiagonale gilt als Subnotebook. Die gängigsten Formate sind 12- und 13-Zöller.

Wichtig für die Klassifizierung als Subnotebook ist auch das Gewicht: Was als Subnotebook durchgehen soll, wiegt zwischen einem und eineinhalb Kilogramm.

Um Gewicht zu sparen und um die Geräte schlanker zu machen, werden die optischen Laufwerke oft extern angebunden, erklärt Sebastian Wissmann, Produktmanager Mobile Computing beim Hersteller Samsung in Eschborn. Das heißt, das DVD-Laufwerk wird nur bei Bedarf über eine USB-Schnittstelle mit dem Rechner verbunden.

Hauptnutzer der oft design-orientierten „Kleinen” sind Geschäftsleute. Sie wollen ihren Rechner immer dabei haben, und er muss am besten in die Aktentasche passen. „Die im Vergleich zu ausgewachsenen Notebooks gesparten ein bis zwei Kilogramm mögen auf dem Papier nach wenig aussehen, aber im Mobilalltag sind das Welten”, sagt Jörg Wirtgen von der in Hannover erscheinenden Computerzeitschrift „ct”. Daher nutzen nach seinen Worten auch immer mehr Studenten, Pendler oder Leute, die gerne in Cafés oder Bibliotheken arbeiten, Subnotebooks.

Ausgestattet sind die Subnotebooks wie die großen Brüder der 15-, 17- oder 19-Zoll-Baureihen. „Sie haben alles, was man von einem modernen Computer erwartet”, sagt Arnt Kugler vom PC-Portal „Chip Online” in München. Dazu zählen ein gutes Display, allerdings mit kleinerer Auflösung, ein Brenner, große Festplatten und WLAN. Grafikkarten und Prozessoren werden allerdings nur in abgespeckten Versionen verbaut. Das liegt nicht am Einsparpotenzial für die Hersteller, sondern hat praktische Gründe: „Die Nutzer brauchen keine High-End-Anwendungen, sondern ihr Office-Paket und den Zugang ins Internet”, erklärt Kugler.

Für diese Anwendungen wird nicht die höchste Prozessor- und Grafikleistung gebraucht. Das wiederum hat den Vorteil, dass viele der kleinen Rechner besonders lange Akkulaufzeiten haben. „Die Prozessoren sind niedriger getaktet, und die Grafik hat keinen eigenen Arbeitsspeicher”, sagt Wissmann. Dadurch können die Leistungskomponenten sogar so weit heruntergefahren werden, dass sie passiv gekühlt werden können. „Sie brauchen nur flache Lamellenkühler, zudem wird das Gehäuse als Wärmeabstrahler genutzt.”

Smartphones oder Taschencomputer sind nach den Worten der Experten keine Konkurrenz für die Subnotebooks, sondern eher eine Ergänzung. „Damit ruft man schnell mal zwischendurch E-Mails ab”, sagt Kugler. Auf diesen Geräten allerdings laufen nur sehr eingeschränkte Software-Versionen, während auf den Subnotebooks uneingeschränkt die Vollversionen - etwa von Word oder Excel - nutzbar sind. Hinzu kommt, dass fast alle Laptops und Subnotebooks inzwischen im Widescreen-Format 16:10 angeboten werden. „Ein Seitenverhältnis 4:3 gibt es kaum noch”, sagt Kugler.

Die Verbreiterung des Bildschirms schafft Platz für eine ordentliche Tastatur - in der Regel sind alle Tasten da, auch wenn das Layout nicht immer der Standardbelegung entspricht. Einige Hersteller behelfen sich auch mit Doppelbelegungen oder ungewöhnlich angeordneten Tasten, einzelne Tasten fallen mitunter kleiner aus als bei einem herkömmlichen Notebook.

Oftmals begrenzt ist bei den kleinen Notebooks die Zahl der Schnittstellen. Doch was hier wichtig ist, ist in der Regel auch eingebaut. Allerdings können die USB-Anschlüsse auf zwei begrenzt sein und sind damit schon belegt, wenn ein externes optisches Laufwerk und eine Maus angeschlossen werden. Wird der Rechner allerdings am heimischen oder am Büroschreibtisch genutzt, kann er meist in eine Docking-Station gesteckt werden. Dadurch lässt er sich mit größerem Monitor, externer Tastatur und Maus zum vollwertigen Arbeitsplatz ausbauen.

Die kleinen Notebooks sind unterdessen immer erschwinglicher. Waren vor ein paar Jahren noch Preise zwischen 3000 und 4000 Euro normal, so sind Subnotebooks heute schon für etwa 1000 Euro zu haben. Die professionellen Geräte allerdings, bei denen die Bauteile besonders hochwertig und die Lebensdauer besonders hoch ist, schlagen auch heute noch mit Preisen jenseits von 2000 Euro zu Buche.

Wer ganz spezielle Anforderungen an ein Subnotebook hat, etwa weil er mit dem Forschungsschiff ins ewige Eis oder mit dem Kanu den Amazonas runterfährt, sollte sich nach passenden Modellen umschauen. Panasonic etwa produziert ein Gerät namens Toughbook, das besonderen Anforderungen gewachsen ist und auch bei Kälte, Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit oder Höhenluft stabil laufen soll. Kein Problem stellen auch bei den normalen Subnotebooks die Netzteile dar - sie können meist mit verschiedenen Netzspannungen umgehen.