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Berlin: „Harry Potter und der Orden des Phönix”: Ein Kinderspiel

Berlin : „Harry Potter und der Orden des Phönix”: Ein Kinderspiel

Ein neuer Film, ein neues Buch und ein neues Computerspiel: „Harry Potter” ist mal wieder in aller Munde. Electronic Arts hat jetzt das Action-Adventure „Harry Potter und der Orden des Phönix” herausgebracht, das sich spürbar an den Wünschen der Wii-Fangemeinde orientiert.

Aber auch PC-Besitzer mit Hang zum Zaubern per Mausklick kommen auf ihre Kosten. Die Story orientiert sich eng an der Buchvorlage: Harry Potter rettet seinen Cousin vor einer Attacke von Dementoren und muss sich deswegen vor einem Zauberer-Ausschuss verantworten.

Niemand glaubt ihm, dass der böse Zauberer Lord Voldemort wieder an Macht gewinnt und sich auf seine Rückkehr vorbereitet. Stattdessen setzt das Zaubereiministerium mit Dolores Umbridge eine fiese Hochinquisitorin in Hogwarts ein, die jeden Regelverstoß drakonisch bestraft. Daraufhin gründen Potter und seine Freunde Hermine Granger und Ron Weasley „Dumbledores Army”, um sich auf den Kampf gegen Voldemort vorzubereiten.

So dramatisch die Story ist, so simpel sind die Aufgaben: Der Spieler erkundet Hogwarts und Umgebung, plaudert mit Schülern und Portraits und erfüllt kleine Aufträge in Form von Minispielchen - etwa Knallpoker. Für Entdeckernaturen ist das Adventure ein gefundenes Fressen: Sie dürfen sich auf den Ländereien von Hogwarts völlig frei bewegen. Und damit sie sich nicht verlaufen, gibt es die „Karte des Herumtreibers” : Wird sie aktiviert, führen kleine Fußabdrücke Harry direkt zum Ziel.

Natürlich darf auch die Magie nicht fehlen: Die verschiedenen Zaubersprüche werden durch Bewegungen mit der Maus oder der Konsole ausgelöst. Wii-Spieler sind da klar im Vorteil, bei der PC-Version nervt hingegen die schwammige Steuerung. Wer fleißig zaubert, Rätsel knackt und seine Hausaufgaben macht, darf sich im „Raum der Belohnungen” kleine Filme anschauen.

Fazit: „Harry Potter und der Orden des Phönix” ist ein gefälliges Spiel ohne große Höhen und Tiefen. Die Grafik ist guter Standard, und der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist so niedrig gehalten, dass selbst kleine Zauberlehrlinge kaum Probleme haben dürften. Und das ist dann auch das größte Manko des Spiels: Gewohnheits-Zocker werden das Adventure schon nach kurzer Zeit gelangweilt aus der Hand legen.