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Hamburg: Es muss nicht immer Fußball sein: Neue PC-Spiele im Juni

Hamburg : Es muss nicht immer Fußball sein: Neue PC-Spiele im Juni

Das Freizeitprogramm im Juni dürfte für einen Großteil der Deutschen feststehen: möglichst viele Spiele der Fußball-EM anschauen. Wer sich nicht exklusiv die Zeit damit vertreiben möchte, 22 Menschen bei der Balgerei um einem Ball zuzusehen, der findet Alternativen in Form von Computerspielen: Mit „Mass Effect” erscheint ein hochgelobtes Rollenspiel nun auch für den PC.

Hinzu kommen das Adventure „Dracula: Origin”, der Radsport-Manager „Tour de France 2008” und für Strategen „Sins of a Solar Empire”. Und „Spore Labor” erlaubt erste Einblicke in die Evolutions-Simulation „Spore”.

Ein Science-Fiction-Universum, ein strahlender Held, fiese Gegner und protzige Waffen - das hört sich nach den üblichen Zutaten für einen Egoshooter an: ein Spiel, bei dem erst geballert und dann nachgedacht wird. „Mass Effect” setzt sich zwar ebenfalls aus diesen Grundzutaten zusammen, ist aber alles andere als eine Ballerorgie. Denn ausgedacht haben sich die Spielwelt die Entwickler des Studios Bioware - und die stehen für hochklassige Rollenspiele wie „Baldurs Gate” und „Knights of the Old Republic”.

Mit „Mass Effect” bleibt Bioware seinen Wurzeln treu: Auch der neue Titel ist ein reinrassiges Rollenspiel - und zwar eines, bei dem es wirklich auf das Verhalten und das Vorgehen des Spielers in der fremden Welt ankommt. Denn damit wird in Grenzen der weitere Verlauf des Spiels bestimmt. Es sollte also vorher überlegt werden, ob in den Gesprächen freundlich geantwortet oder dem Gegenüber eine Waffe an den Kopf gehalten wird. Der Publisher Electronic Arts (EA) bringt die PC-Version des für Konsolen bereits erhältlichen Titels am 5. Juni zu den Händlern - für rund 50 Euro.

Ideen von fernen Galaxien taugen allerdings nach wie vor auch als Hintergrund für eher kriegerische Spielereien. So feierte das Strategiespiel „Sins of a Solar Empire” zu Beginn dieses Jahres in den USA einen beeindruckenden Verkaufserfolg. Nun kommt es in einer deutschsprachigen Version auch hier in den Handel.

Grundsätzlich ist es ein Strategiespiel, in dem der Mensch an der Maus das Kommando über eine von drei Rassen übernimmt - mit dem Ziel, die eigene Herrschaft auszubauen und zu festigen. Zum einen werden dafür Raumschiff-Flotten gesteuert. Zum anderen haben aber Faktoren wie Diplomatie, Wirtschaft und Kultur ebenfalls Einfluss auf den Spielverlauf und den Erfolg. Laut dem Anbieter Kalypso Media erscheint der Titel am 26. Juni zum Preis von rund 40 Euro.

Dass sich eine Gruselgeschichte auch mit einem absolut unblutigen Spielablauf kombinieren lässt, dürfte „Dracula: Origin” zeigen. Den Hintergrund bildet - wie der Name schon sagt - die Vampirgeschichte rund um Graf Dracula. Allerdings handelt es sich um ein reines Point-&-Click-Adventure, bei dem statt aufregender Kämpfe das Lösen von Rätseln und das Erleben der Geschichte im Mittelpunkt stehen.

Der Spieler schlüpft in die Rolle des Professors Van Helsing, dessen Ziel darin besteht, Draculas dunkle Pläne zu durchkreuzen. Die Handlung führt nach London und Ägypten ebenso wie in das dunkle Reich des Vampirs. „Dracula: Origin” erscheint am 6. Juni bei Koch Media und kostet rund 40 Euro.

Wem doch nach Sport, allerdings ohne Bälle, zumute ist, für den steht im Sommer die Tour de France auf dem Programm. Traditionell gibt es auch dazu ein Spiel, und das ist dieses Jahr „Tour de France 2008”. Dabei handelt es sich nicht um ein Radrennspiel, sondern um eine Management-Simulation.

Das bedeutet, der Spieler übernimmt die Rolle eines Managers, der ein Team zum Erfolg zu führen hat. Die Verhandlungen um Verträge gehören dabei ebenso zum Geschäft wie das Training - und am Ende freilich auch die Rennen selbst. Erscheinen wird Koch Medias Radsport-Manager am 20. Juni zum Preis von rund 40 Euro.

Zu den am sehnlichsten erwarteten Titeln des Jahres zählt „Spore”, die neueste Schöpfung von „Sims”-Erfinder Will Wright. „Spore” soll anders sein als alle bekannten Spiele: Es dreht sich darum, eine neue Lebensform vom Einzeller in der Ursuppe weiterzuentwickeln, bis eine Hochkultur daraus entsteht, die am Ende sogar ferne Galaxien entdeckt und erobert. Dabei kommen Elemente von Jump-&-Run-Spielen, aber auch von Aufbau- und Strategie-Titeln zum Einsatz.

Die schlechte Nachricht für alle Ungeduldigen: „Spore” soll erst im Herbst erscheinen. Die gute Nachricht: Als Vorgeschmack bringt EA im Juni „Spore Labor” auf den Markt. Dieses „Labor” umfasst den sogenannten Kreaturen-Generator des endgültigen Spiels. Schon lange vor Erscheinen der Hauptfassung können dadurch am Bildschirm die gewünschten Lebensformen gebastelt und später übernommen werden. Der Preis des Teil-Spiels stand bis zuletzt noch nicht fest. Er soll aber beim Kauf des kompletten Spiels angerechnet werden können.