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Hamburg: Dokumente und Fotos digital archivieren: Tipps für den Scannerkauf

Hamburg : Dokumente und Fotos digital archivieren: Tipps für den Scannerkauf

Scanner sind eine praktische Sache: Mit ihnen lassen sich Fotos, Textdokumente oder auch Buchseiten schnell und einfach digitalisieren. Wer sich einen aktuellen Scanner zulegen will, sollte beim Kauf allerdings einiges beachten.

Wichtig ist unter anderem, wofür man den Scanner vorwiegend braucht und was mit den gescannten Dokumenten und Fotos geschehen soll.

Zunächst sollte man unbedingt darauf achten, dass der Scanner zum Betriebssystem passt, rät Johannes Schuster von der Zeitschrift „ct”. Bei Windows XP ist das kein Problem, bei Windows Vista wird es schwieriger. Zwar unterstützt die neueste Generation von Scannern dieses Betriebssystem, bei älteren Scannern hinken die Hersteller jedoch mit den notwendigen Updates der Treiber hinterher.

Besonders schwierig ist es, einen für Linux geeigneten Scanner zu finden. Die Hersteller liefern meist keine Treiber mit, die für das Betriebssystem geeignet sind. In diesem Fall bleibt nur noch, das Internet nach geeigneten Treibern zu durchsuchen - oder aber die beschränkte Auswahl an Scannern in Kauf zu nehmen. Ähnliches gilt zudem für Mac OS, auch wenn für dieses Betriebssystem mehr Scanner zur Verfügung stehen.

Achten sollte man außerdem auf die mitgelieferte Software, denn die sei oft genauso viel wert wie der Scanner selbst, sagt Schuster. Manche Scanner werden mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop Elements ausgeliefert - das ist wichtig, wenn man gescannte Fotos bearbeiten will.

Wer Dokumente scannen und archivieren möchte, sollte auf ein gutes Texterkennungs-Programm achten. Denn nicht jede Software schafft es, aus einem Dokument mit Bildern, Texten und Überschriften eine durchsuchbare PDF-Datei zu erzeugen.

Sogenannte Multifunktionsgeräte seien unbedingt eine Überlegung wert, betont Schuster. Sie seien nur wenig teurer als ein reiner Scanner, sparen Platz und Strom - und mit ihnen ließen sich gescannte Dokumente auch gleich ausdrucken. Allerdings können Scanner mit integriertem Tinten-Drucker ziemlich teuer werden. Gerade bei Bildern sollte man vorsichtig sein und am besten nicht vollflächig ausdrucken. Bessere Multifunktionsgeräte liefern gleich die nötige Texterkennungs-Software mit.

Für Laptop-Besitzer, die viel unterwegs sind und ihren Scanner mitnehmen wollen, bieten sich die flachen CIS-Scanner an. Sie beziehen ihren Strom über den USB-Anschluss und sind relativ leicht.

CCD-Scanner hingegen haben die größere Tiefenschärfe. Sie liefern auch dann noch gute Ergebnisse, wenn etwa nicht ganz dicht an der Scheibe aufliegende Bücher gescannt werden sollen.

Vor allem fürs Büro eignen sich Einzugs-Scanner. Mit ihnen können mehrere Dokumente in einem Arbeitsgang gescannt werden. Bei reinen Flachbett-Scannern muss hingegen jedes Dokument einzeln eingelegt werden.

Wer den Scanner vor allem für Fotos nutzen will, ist laut Schuster mit Geräten von Canon oder Epson am besten bedient. Sie liefern eine Software mit guter Benutzeroberfläche mit. Etwas schwieriger ist die Software von HP zu bedienen. Manch andere Multifunktionsgeräte bieten hingegen Scanprogramme mit nur geringem Funktionsumfang.

Wer viele Dias oder Negative scannen will, sollte zu einem speziellen Dia-Scanner greifen. Allerdings lassen sich mit solchen recht teuren Geräten tatsächlich nur Dias oder Filmstreifen bearbeiten.

Für den gelegentlichen Gebrauch eignen sich auch Flachbettscanner mit Durchlichteinheit im Deckel. Das ist eine spezielle Lampe, die Dias oder Negative von der Rückseite her anleuchtet und so zu besseren Ergebnissen verhilft. Wer nur wenige Dias oder Filmnegative einlesen will und auf hohe Bildqualität wert legt, sollte sich besser Abzüge besorgen und diese auf den Flachbettscanner legen.