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Aachen: Besser grätschen, schneller flitzen: Neue Spiele für mobile Konsolen

Aachen : Besser grätschen, schneller flitzen: Neue Spiele für mobile Konsolen

Weihnachtszeit ist Spielezeit. Egal ob Brett, Karte oder digital für unterwegs. So gibt es rechtzeitig vor dem Fest auch einige Neuerscheinungen für die mobilen Konsolen von Nintendo und Sony. Diesmal geht es um Anwälte, Katzen und Mäuse, Golfer sowie um ziemlich schnelle Igel und um König Fußball.

In eine für Videospiele untypische Rolle darf bei „Phoenix Wright: Ace Attorney” geschlüpft werden: in die eines jungen Anwalts, der seine ersten Fälle zu bewältigen hat. Dementsprechend geht es bei der exklusiv für Nintendos DS erschienenen Gerichtssimulation darum, möglichst viele Mandanten erfolgreich zu verteidigen und Phoenix zu einem immer besseren Namen zu verhelfen. Das alles spielt sich in einer farbenfrohen 2D-Grafik ab.

Einer der Mandanten ist Phoenix´ Freund Larry Butz, dem ein Mord zur Last gelegt wird. Um dies zu widerlegen, muss der Spieler Beweisstücke sammeln, dem Zeugen der Anklage die richtigen Fragen stellen und immer wieder beherzt „Einspruch” erheben. Unterstützung bekommt er anfangs von seiner Chefin Mia Fey. Nach und nach werden die Fälle immer komplizierter. Das von Capcom herausgegebene Spiel kostet knapp 40 Euro.

Auf zwei alte Bekannte treffen DS- und Gameboy-Advance-Spieler bei „Tom and Jerry Tales”. Auch bei diesem Jump-and-Run-Titel von Nintendo sind sich die beiden Zeichentrickhelden - Katze Tom und Maus Jerry - spinnefeind. Der Spieler übernimmt Jerry, dem Tom das Leben schwer macht: Die Katze hat Jerrys Käsevorräte gestohlen und in allen sechs Räumen des Hauses Fallen aufgestellt.

Jerry muss durch die Räume flitzen - immer auf der Flucht vor Tom - und unter anderem den Käse wieder aufsammeln. Doch Vorsicht: Manche Stücke sind verdorben und lassen die Maus zum Beispiel vorübergehend nur langsam vorankommen. Bei diesen Jagden entsteht natürlich Chaos im Haus, und genau das ist Jerrys eigentliches Ziel: Gewonnen hat er, wenn die entnervten Bewohner Tom vor die Tür setzen. Das Katz-und-Maus-Spiel kostet in beiden Versionen etwa 35 Euro.

Der schnellste Igel des Universums heißt „Sonic - The Hedgehog”. Die wohl berühmteste Figur des Videospieleherstellers Sega stürzt sich in neue Abenteuer, auch auf der Playstation Portable: In Sonic Rivals heißt der Gegner Dr. Eggman. Der Bösewicht besitzt eine magische Kamera, mit deren Hilfe er alles Aufgenommene in eine Sammelkarte verwandeln kann.

Aber das ist nur die Hintergrundgeschichte, und die ist zu vernachlässigen. Denn eigentlich ist „Sonic Rivals” ein klassisches Jump ´n´ Run -Spiel. Soll heißen, Igel Sonic muss möglichst schnell von A nach B kommen, dabei werden Power-Ups gesammelt, die ihn zeitweilig durch die 3D-Welt flitzen lassen, wie eine Rakete. Das Spiel kostet rund 50 Euro.

Die Steuerung ist nicht einfach - aber wer sich in die Schlagtechnik von „ProStroke Golf: World Tour 2007” eingefuchst hat, spielt eine detaillierte Sportsimulation. Sogar die Jahreszeiten und das Wetter werden in dem von Koch Media herausgegebenen Titel berücksichtigt. Insgesamt 18 Plätze werden in dem Spiel nachgebildet.

Wer deren Tücken in- und auswendig kennt, kann noch ein paar Fantasieplätze bespielen. Die Modi umfassen Runden, Turniere, Training oder gleich eine ganze Karriere. Über die drahtlose Verbindung der PSP können bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Der Preis für das Spiel beträgt rund 40 Euro.

Das hören Fußballer mit einer Vorliebe zum Zweikampf betonten Spiel gern: Die Grätsche lasse sich genauer kontrollieren, beschreibt Konami eine Funktion in „Pro Evolution Soccer 6”, die gegenüber der vorherigen Version verbessert worden ist.

Wer den gegnerischen Ballzauberer an der Grenze zum Strafraum in der Fußballsimulation rustikal von den Beinen holt, hat jetzt ein geringeres Risiko, vom Platz gestellt zu werden. „PES” ist ein Traditionstitel. Aber wer sich damit zum ersten Mal beschäftigt, wird einen leichten Einstieg finden - dafür sorgen die insgesamt fünf Schwierigkeitsstufen.

Zu den Spielmodi gehören neben Einzelpartien zum Beispiel Pokalspiele oder Meisterschaften. Die Teams können aus vielen nationalen Ligen wie der englischen Premier League gewählt werden. Ausnahmsweise liegt die Wahrheit hier nicht nur auf dem Platz: Es dürfen Transfers getätigt und das Training bestimmt werden. „Pro Evolution Soccer 6” ist ein Rund-Um-Paket für Fußball-Fans. Nervig sind allerdings die teilweise langen Ladezeiten. Das Spiel kostet rund 44 Euro.