Aachen: Beim Netrace stehen auch Einzelkämpfer ganz oben

Aachen : Beim Netrace stehen auch Einzelkämpfer ganz oben

Größe ist ja, wie jeder weiß, nicht alles — erst recht nicht beim Netrace, dem digitalen Schülerwettbewerb von NetAachen und unserer Zeitung. Manche Teams bestehen aus kompletten Klassen mit rund 25 Schülern, andere gerade mal aus einem halben Dutzend Mitgliedern. Groß rauskommen können sie alle. Der Sieger in punkto Effizienz in der jetzt zu Ende gegangenen Hauptrunde kommt aber eindeutig aus Übach-Palenberg.

Das Team „Internetratten“ besteht gerade mal aus zwei Schülern — und liegt trotzdem mit an der Tabellenspitze.

Angesichts der Schwierigkeit der Fragen kann man Enrico Iacono und Justin Mazurek durchaus gratulieren. Die zwei Schüler der zehnten Jahrgangsstufe haben sich keinen Fehler erlaubt und in der Hauptrunde Teams hinter sich gelassen, die aus ganzen Informatik-AGs, Berufsschulklassen oder Oberstufenkursen bestanden. Kompliment, die Herren. „Wir waren selbst überrascht, dass wir so gut abgeschnitten haben“, sagt Justin. Bescheiden sind sie auch noch.

Es dürfte ihnen geholfen haben, dass sie nicht als völlige Neulinge in den größten digitalen Schülerwettbewerb der Region gestolpert sind. „Wir sind jetzt zum dritten Mal dabei“, sagt Enrico. Die Aufgaben haben sie während des Informatikunterrichts oder in einer Freistunde gelöst.

Mit Computern können die beiden umgehen, das haben sie bewiesen. Und sie wissen, wie wichtig diese digitale Kompetenz heutzutage ist. „Mittlerweile ist ja fast in jedem Beruf Informatik enthalten“, unterstreicht Justin. Und was beim Netrace ebenso wichtig ist, beherrschen die 15 und 16 Jahre alten Übach-Palenberger ebenfalls: Teamwork. „Jeder von uns beantwortet zwei Fragen, und wer als erster fertig ist, hilft dem anderen“, erklärt Enrico die Strategie.

So glatt wie bei den „Internetratten“ lief es in der Hauptrunde allerdings nicht für alle Gruppen. Wieder einmal mussten die Organisatoren der Rallye vom Medienpädagogischen Institut Promedia Maassen aus Alsdorf jede Menge Punktabzüge verteilen, weil einigen Teams bei den Fragen unnötige Missverständnisse unterliefen. „Wenn die Teams Punkte verloren haben, dann, indem sie Aufgaben nicht genau genug gelesen haben“, sagt Projektbetreuerin Marianne Weiß. Sie hat die Fragen ausgewertet.

Immerhin: Ein treuer Fehler der vergangenen Jahre scheint inzwischen verschwunden zu sein. Wenn nach einem Datum gefragt wurde, hatten immer wieder Teams unvollständige Angaben gemacht: etwa nur das Jahr oder einen Tag angegeben, nicht aber korrekt Tag, Monat und Jahr. „Das machen eigentlich alle Teams jetzt richtig“, freut sich Projektbetreuerin Weiß.

Nachdem sich in der Hauptrunde das jeweils beste Team jeder Schule qualifiziert hat, geht es nun ins zweiteilige Finale. Die erste der beiden Runden beginnt in einer Woche am Dienstag, 13. Februar und endet — wegen des Karnevals ausnahmsweise acht statt sieben Tage später — am 21. Februar. Das elfte Netrace steuert auf sein spannendes Finale zu. Die „Internetratten“ freuen sich schon.