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Hamburg: Angespielt: Neue Titel für Playstation und Xbox 360

Hamburg : Angespielt: Neue Titel für Playstation und Xbox 360

In den Sommermonaten halten sich die großen Publisher mit Veröffentlichungen neuer Top-Titel im Vergleich zum Herbst gewöhnlich eher zurück. Dennoch stehen derzeit einige neue Spiele in den Regalen der Elektronik-Märkte und Spieleläden, die beispielsweise an einem verregneten Sommerabend eine Alternative sein können.

Sony bietet mit „Singstar Volume 2” für die Playstation 3 die Möglichkeit, den Freundeskreis von den eigenen Entertainment-Fähigkeiten zu überzeugen. Zur Auswahl stehen in der neuen Version des beliebten Singspiels insgesamt 30 Hits nationaler und internationaler Künstler, darunter aus Deutschland beispielsweise die Fantastischen Vier, Ich + Ich und Sasha. Hinzu kommen bekannte internationale Bands wie Aerosmith, Coldplay, Nirvana oder Eminem. Wie bei der ersten PS3-Version lässt sich die Songbibliothek durch Sonys Singstore gegen Gebühr erweitern. Neu sind eine Remote-Playfunktion für Sonys mobile Spielkonsole PSP und der Harmonie-Duett-Modus. Dabei singen zwei Spieler gleichzeitig unterschiedliche Textzeilen eines Songs wie beispielsweise „California Dreamin” von The Mamas & The Papas.

Electronic Arts geht noch einen Schritt weiter und vereint mit „Rock Band” für die Xbox 360 die Idee der „Singstar”-Reihe mit dem Prinzip des Musikspiels „Guitar Hero”. Dabei schlüpfen bis zu vier Spieler in die Rolle eines Musikers und gründen gemeinsam eine virtuelle Band. Einer singt, zwei greifen zum Gitarrencontroller, und der vier haut seine Sticks auf ein „Rockband”-Schlagzeug. Auf diese Weise lassen sich knapp 70 Titel, davon die meisten im Original, zum Besten geben. Das Prinzip gleicht dabei den Vorbildern: Auf dem Bildschirm erscheinen Rechtecke, die im richtigen Takt auf „Gitarre” beziehungsweise „Schlagzeug” angespielt werden wollen. Der Sänger trällert seine vorgegeben Zeilen gemäß einer der Tonhöhe entsprechenden Linie. Wer bereits USB-Mikro und Gitarrencontroller besitzt, spart den vergleichsweise kostspieligen Kauf der jedoch hochwertig verarbeiteten Controller. Vor allem im Mehrspielermodus ist „Rock Band” hitverdächtig.

Wer statt zur Gitarre lieber zum Lenkrad greift, sollte sich das Codemaster-Rennspiel „Race Driver: Grid” ansehen. Das unkomplizierte Rennspiel beeindruckt auch in der neuen Version mit wunderschöner Grafik, leichter Zugänglichkeit und zahlreichen unterschiedlichen Rennklassen. Eine besondere Herausforderung bieten die Rennen in Le Mans. Dabei absolviert der Spieler die legendären 24 Stunden von Le Mans inklusive Tag- und Nachtwechsel. Allerdings lässt sich die Rennzeit auf wenige Minuten verkürzen. Das Fahrverhalten der Boliden ist teilweise sehr arcademäßig, eine Rückspulfunktion während des Rennens macht Fahrfehler ungeschehen. Vor allem die engen Stadtkurse verzeihen keine Fehler.

Schlechte Beinarbeit bestrafen die Tennisspieler in „Top Spin 3” von 2k Sports. Die Simulation bietet flüssige Animationen und fordernde Ballwechsel auf 40 unterschiedlichen Plätzen vom Sand der French Open über Fantasieplätze bis zu den Hartplätzen der Australian Open. Unter den extrem detailliert dargestellten Spielern befinden sich neben Roger Federer und Maria Sharapova auch Björn Borg und Boris Becker. Dank präziser und eingängiger Steuerung lassen sich im Karrieremodus aber auch mit einem selbst erstellten Spieler Preisgelder gewinnen.

Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Peking hat Sega „Bejing 2008” veröffentlicht. Virtuelle Goldmedaillen lassen sich dabei in knapp 40 Disziplinen angefangen von den Sprints der Leichtathletik über den Diskuswurf und das Schwimmen bis hin zum Turnen gewinnen. Die Steuerung der virtuellen Sportler ist je nach Disziplin einfach bis fordernd. Dank hübscher Grafik, Mehrspieler-Duellen und durchdachter Steuerung ist auch dieser Titel partytauglich.

Das Horrorspiel „Alone in the Dark” von Atari ist dagegen eher etwas für den verregneten Abend. Dabei übernimmt der Spieler die Rolle von Edward Carnby und erkundet finstere Orte. Das ab 18 Jahren freigegeben Gruselabenteuer bietet zahlreiche Schockmomente, wechselnde Schauplätze und abwechslungsreiche Spielelemente angefangen vom Feuerlöschen bis hin zu spannenden Actioneinlagen. Obwohl verpackt in ansehnliche Grafik hinterlässt das Ganze vor allem aufgrund der teils hakeligen Steuerung gemischte Gefühle. Das Actionspiel „Lego Indiana Jones: Die legendären Abenteuer” von LucasArts bietet dagegen unkomplizierte Hüpfspiel-Action nach dem Spielprinzip der beliebten Lego-Star-Wars-Titel. Unter Führung des Lego-Indy rätseln und kämpfen sich bis zu zwei Spieler durch Schauplätze der ersten drei Indiana-Jones-Kinofilme, inklusive Lorenfahrt aus dem Film „Der Tempel des Todes”.