Selfkant: Die Fische und Vögel sollen nicht sterben

Selfkant: Die Fische und Vögel sollen nicht sterben

Bei Unordnung im Kinderzimmer ist der zehnjährige Noa sehr tolerant. Aufräumen kann warten. Das wird bei den meisten Schülern so sein, die wie Noa die Katholische Grundschule Selfkant II besuchen. Weniger tolerant ist Noa, wenn es um den Saeffelbach geht, dem Flüsschen, das in dem malerischen Wald direkt neben der Schule fließt.

Dort sind Noa und den anderen Schülern aus den Klassen 3A und 4A Müll und Dreck ein Dorn im Auge. Deshalb haben sie sich Gummistiefel und Handschuhe angezogen und sind mit Müllgreifern „bewaffnet” zum Saeffelbach gezogen.

Mit ihrer Patenschaft für den Saeffelbach beteiligen sich die Kinder am Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” der EWV Energie- und Wasser-Versorgung. Der Energieversorger veranstaltet den Wettbewerb für Grund- und Förderschulen bereits zum siebten Mal. Über 30 Projekte liegen im Rennen um die ersten Plätze, die bis zu 500 Euro in die Klassenkasse bringen.

Jetzt steht Noa knietief im Bachwasser und schaufelt Dreck in den Müllsack, den Kumpel Richard, zehn Jahre alt, für ihn bereithält. „Das macht wirklich Spaß”, sagt Noa, und Richard erklärt die Motivation: „Wir wollen nicht, dass das Wasser verschmutzt, weil sonst Fische und Vögel sterben.”

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