Wassenberg: Die Augen öffnen für die Menschen in aller Welt

Wassenberg: Die Augen öffnen für die Menschen in aller Welt

Die Betty-Reis-Gesamtschule feiert am Samstag, 13. März, 11 Uhr, mit einem großen Festakt einen runden Geburtstag: Sie wird 20 Jahre alt.

Schon 1987 wurden Elterninitiativen „Gesamtschule für den Kreis Heinsberg” gegründet. Aus einem Protokoll über ein Beratungsgespräch am 7. März 1989 beim RP in Köln mit dem OKD und den Stadt- und Gemeindedirektoren des Kreises Heinsberg geht hervor, dass es nicht um die Frage ging, ob, sondern wann und wo eine Gesamtschule im Kreis Heinsberg errichtet werden könnte. Die in alle Richtungen laufenden Erwägungen konzentrierten sich auf Wassenberg. Schließlich beschloss der Stadtrat in Wassenberg mit einer Stimme Mehrheit die Errichtung einer Gesamtschule zum 1. August 1990.

Von besonderer Bedeutung war die Namensgebung für die neue Schule. Der Schulausschuss stimmte dem Vorschlag der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg zu, der Schule den Namen des in Bergen-Belsen umgekommenen Wassenberger Juden-Mädchens Betty Reis zu geben. Dieser Namensgebung ist sich die Schule in ihrer gesamten ethischen Ausrichtung bis heute treu geblieben.

Die Fortführung des von der Realschule eingeführten Schüleraustausches mit Pontorson und die Begründung einer Partnerschaft mit der Maya-Schule in Guatemala sind längst selbstverständliche Besonderheiten, mit denen die Schüler schon früh lernen können, die Augen zu öffnen für die Menschen in aller Welt.

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