Kreis Heinsberg: Die Äcker sind in einem guten Zustand

Kreis Heinsberg: Die Äcker sind in einem guten Zustand

Das Warten hat ein Ende. Nachdem die Landwirte wochenlang wegen der winterlichen Witterung in den „Startlöchern“ standen, nutzen zahlreiche Bauern die vergangenen Tage, um das Saatbeet zu bereiten und schon einmal die Rüben einzusäen. Die Äcker sind in einem guten Zustand. Der Boden ist durch den Wind in den vergangenen Tagen gut getrocknet und hat eine gute Struktur.

Auch die Aussaat von Sommergetreide sowie das Pflanzen der Frühkartoffeln machten mittlerweile Fortschritte. Ein wenig Zeit lassen können sich die Bauern mit dem Mais, der erst zwischen Mitte und Ende April in die Erde kommt. Vier Wochen sind einige Pflanzen zu spät in den Boden gekommen.

Jetzt hoffen die Landwirte auf einen allmählichen Temperaturanstieg und nachfolgenden Niederschlag. „Die Pflanzen brauchen Wärme, um zu wachsen und um sich gut zu entwickeln“, sagt Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg.

Dieser Winter war von sehr schwankenden Temperaturen gekennzeichnet. Während der Dezember rund ein Grad zu warm war, herrschten im März im Rheinland um durchschnittlich vier Grad zu niedrige Temperaturen. So einen kalten März gab es zuletzt 1987.

„Mit extremen Auswinterungsschäden, wie Landwirte sie im vergangenen Jahr beim Getreide erlebten, müssen wir in diesem Jahr zum Glück nicht rechnen“, sagt Conzen. Die bisherigen kalten Temperaturen hätten eine Abhärtung der Pflanzen bewirkt. Nur durch Temperaturstürze käme es zu Auswinterungsschäden, die jedoch nicht zu befürchten seien.

Auch mit einer verspäteten Ernte beim Getreide rechnen die Landwirte nicht. „Das Getreide hat ein enormes Kompensationsvermögen, was die Entwicklung der Pflanze betrifft. Schlechtes Wetter während der Erntezeit wäre ein viel größeres Problem“, erklärt Conzen. Die Pflege- und Aussaattermine haben sich stark verzögert in diesem Jahr — um bis zu vier Wochen.

„Beim Sommergetreide ergeben sich Unsicherheitsfaktoren durch die verspätete Aussaat. Es ist ungewiss, wie gut die Pflanzen sich entwickeln. Das Korn könnte schlechter ausgebildet werden“, erklärt Bernhard Conzen. Bei den Rüben müsse man sich jedoch keine Sorgen aufgrund der späten Einsaat machen. Im Jahresmittel liege der Termin um den 7. April.

Zahlreiche Landwirte haben in dieser Woche das trockene Wetter genutzt, um die Rüben auszusäen. Während am Niederrhein die Kartoffeln bereits zwischen dem 5. und 7. März gepflanzt wurden, sind in der Köln-Aachener Bucht nur wenige Knollen in die Erde gekommen. Aufgrund der kalten Böden wird sich die Entwicklung der Kartoffeln um rund 14 Tage verzögern. „Es wird wohl ein spätes Kartoffeljahr werden.“

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