Erkelenz: Den Bürgermeister richtig nass gemacht

Erkelenz: Den Bürgermeister richtig nass gemacht

„Bis nächstes Jahr”, schallt es fast aus jedem Kindermund nach dem Abschluss der Ferienspiele der Stadt Erkelenz im Klostergarten von Haus Hohenbusch. Nach einer intensiven und ereignisreichen Woche nehmen die 120 Kinder Abschied von ihren Betreuern.

Dabei steht dem patschnassen Stadtjugendpfleger Markus Wilmer nicht ohne Grund ein Lächeln ins Gesicht geschrieben. „Fünf Tage Sonne am Stück war auch für uns eine echte Premiere”, so Wilmer, der vorher bei hochsommerlichen Temperaturen ein Bad der besonderen Art genommen hatte. Denn zum Abschluss der Aktionswoche stand wieder die traditionelle Wasserschlacht auf dem Programm.

Auch der erste Bürger der Stadt, Peter Jansen, hatte Anzug und Krawatte gegen Freizeitkleidung getauscht und versuchte gemeinsam mit den 24 Betreuern, die mit Hunderten von Wasserbomben ausgestatteten Kinder in Schach zu halten. Doch dieser Versuch war nicht von Erfolg gekrönt, denn den Kindern gelang es sofort, die Erwachsenen so richtig nass zu machen. Doch was wäre eine echte Wasserschlacht ohne ein Planschbecken randvoll mit Wasser. Diesen ganz besonderen Ort hatten die Sechs- bis Zwölfjährigen für den Bürgermeister ausgesucht. Ganz zielgerichtet näherten sich die Kinder und ließen Peter Jansen keine andere Möglichkeit, als unter frenetischem Beifall dem Planschbecken einen Besuch abzustatten.

Stadtjugendpfleger Markus Wilmer wurde ebenfalls nicht verschont und ging unter großem Jubel baden. Aus der Entfernung hielten die Eltern die besten Szenen der diesjährigen Wasserschlacht für die Ewigkeit mit dem Fotoapparat fest.

Sichtlich zufrieden zeigte sich im Anschluss Markus Wilmer, der neben den optimalen äußeren Bedingungen ein positives Fazit der Woche ziehen konnte. Besonderen Anklang fand der Ausflug am Mittwoch ins Irrland nach Kevelaer, bei dem sich die Kinder ausgiebig austobten.

Neben dem Tagesausflug standen innerhalb der Woche Workshops auf dem Programm, die sich mit der Thematik „Indianer” befassten. Dabei stellten die Kinder einen Marterpfahl her. Stirnbänder wurden selbstständig angefertigt, Federschmuck hergestellt und eigene T-Shirts kreiert. Natürlich sitzen echte Indianer auch am Lagerfeuer zusammen. So stand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Übernachtung in Zelten im Klostergarten auf der Agenda. Am Lagerfeuer wurde Stockbrot gebacken, und zum Abschluss des Tages ließen die Kinder Helium-Ballons mit ganz speziellen Wünschen in den Himmel aufsteigen.

Erstmalig sind die Ferienspiele unter integrativen Gesichtspunkten durchgeführt worden. Ein Geschwisterpaar mit dem Asperger-Syndrom, einer speziellen Form des Autismus, war in Hohenbusch mit von der Partie. Markus Wilmers fand besonders wichtig dabei, dass das Geschwisterpaar aufgrund seiner Krankheit keine Sonderstellung einnahm, sondern sich gut in die Gruppe integrierte. Über die gesamten drei Ferienwochen waren vier Kinder angemeldet.

Diese integrative Form der Erkelenzer Ferienaktivitäten soll auch im nächsten Jahr eine Neuauflage erleben, erklärt der Stadtjugendpfleger.