Würselen: Dem Prinzen Schwimmflügel angelegt

Würselen : Dem Prinzen Schwimmflügel angelegt

Eine Seefahrt - die ist lustig! Davon wussten die vielen jeck kostümierten kleinen Närrinnen und Narren - meist mit ihren Müttern, die sich ebenfalls in Schale geworfen hatten -, am Ende der Kindersitzung der KG Au Ülle in der Aula an der Klosterstraße ein frohes Liedchen zu singen.

Für sie und mit ihnen hatten Bella (Hildegard Graf-Thiel), Billi (Elli Damen) und Quipsy (Ulrike Horbach) mehrere Stunden lang phantasievoll die Leinen los gemacht. Sie nahmen sie mit auf eine erlebnisreiche Seereise - einmal um die ganze Welt.

Da Quipsy nicht schwimmen konnte, mussten zwischendurch immer wieder lustige Rettungsübungen eingelegt werden, wovon auch Seine Tollität Prinz Gerhard I. bei seinem Besuch auf hoher See nicht verschont blieb. Der jecke Schlachtruf hieß ausnahmsweise mal nicht Alaaf, sondern Ahoi.

Auf Klompen

Mit ihrem Matrosentanz hieß die „Ülle”-Jugendgarde im feschen weiß-blauen Outfit die zahlreichen kleinen und großen Gäste an Bord des „Ülle”-Narrenschiffs willkommen. Vom Mastkorb aus machte die Kindergarde eine lilafarbene Insel - wie hätte es auch anders sein können! - am fernen Horizont ausfindig. Entlang der Nordseeküste wurde der erste Hafen in Holland angesteuert. Dort gab es Tulpen aus Amsterdam, zum phantasievollen Ausmalen. Quipsy machte auf landestypischen Klompen in Völkerverständigung.

Hoher Wellengang stellte sich auf der Weiterfahrt Richtung Italien in der Biskaya ein. Dagegen kämpften die kleinen Seefahrer mit dem Pizzalied der „Höhner” erfolgreich an. Die nächste Herausforderung stand bevor: Wilde Tiere liefen ihnen auf einer Safari in Afrika über den Weg. Lianen mussten aus dem Weg geräumt werden.

Wohl behalten an Bord zurück, legte Jugendmariechen Larissa (Kever) leichtfüßig und charmant ihr Tänzchen aufs Showparkett und sorgte damit für eine kurzweilige Weiterreise zum fünften Kontinent Australien.

Wer lief den Kids wohl dort über den Weg? - ein singendes Känguru! Mit ihm hüpften und tanzten sie singend nur so über die Bühne und durch den Saal. Es war an der Zeit, allen Geburtstagskindern ein Ständchen darzubringen. „Wie schön, dass du geboren ist”, wurde lautstark angestimmt. Seinen Gegenbesuch stattete während der Weiterreise nach Asien der tanzende Nachwuchs des 1. Würselener Karnevalsvereins an Bord ab, ohne dabei seekrank zu werden.

Drei Chinesen mit dem Kontrabass zogen anschließend ihre lustige Show mit Schwungtüchern ab. Die Kids waren wieder einmal mehr in ihrem karnevalistischen Element. Und die Zeit verging im Flug. Doch stand eine Reisestation noch aus, Amerika, wo Indianer und Cowboys zu ihrem Recht kamen. Mit „Wilmas Päntz” von den „Höhnern” wurde der Heimathafen angesteuert, wo am Kai schon Stadtprinz Gerhard I. mit seinem großen Gefolge auf die kleinen und großen Seefahrer wartete. Die gegenseitige Begrüßung, musikalisch untermalt vom Jugendchor der „Alten Kameraden”, war herzlich, zumal die Tollität seine kleinen Untertanen mit Lollies überschüttete.

Doch das half alles nichts, auch ihm wurden zur Sicherheit Schwimmflügel angelegt, bevor er sein „Wenn nicht jetzt, wann dann”-Lied anstimmte. Und kräftig auf die Stimmungstube drückte. Wie auf einem Traumschiff wurden beim Finale Wunderkerzen entzündet. Da fiel der Abschied erst recht schwer!