Erkelenz: Das Vertrauen sehr stark strapaziert

Erkelenz: Das Vertrauen sehr stark strapaziert

In den vergangenen Wochen bis zum 26. September, wurden die Regionalexpresszüge der Linie 4 Aachen-Düsseldorf-Dortmund baustellenbedingt umgeleitet.

Statt der gewohnten Strecke über Neuß wurden die Züge über Krefeld geleitet, was zehn bis 15 Minuten längere Fahrzeiten verursachte - sehr zum Ärger von Bahnkunden in Erkelenz.

Aus zahlreichen Fahrgastbeschwerden, die den Fahrgastverband „Pro Bahn” Euregio Aachen erreichten geht hervor, dass die Züge von Erkelenz bis Düsseldorf bis zu zweieinhalb Stunden brauchten oder ganz ausfielen. Und auch in puncto Informationen und Lautsprecherdurchsagen am Bahnsteig fühlten sich die Fahrgäste im Stich gelassen.

Darüber hinaus klappte in der Anfangszeit des Baustellenfahrplans am Bahnhof Erkelenz auch nicht der Übergang zwischen Bahn und Bus. Der Fahrgastverband vermutet hier Probleme bei der Schnittstelle zwischen Busunternehmen und Bahn. „Leider machen wir als Fahrgastverband in NRW noch viel zu oft die Erfahrung, dass Baustellenfahrpläne von Seiten der Bahn überhaupt nicht oder viel zu spät den regionalen Verkehrsbetrieben mitgeteilt werden”, meint Fahrgastverbands-Vorsitzender Stefan Houbertz. Dabei sei sich die Bahn nicht darüber bewusst, welch wichtige Zubringerfunktion die Busse von der West Energie und Verkehr und der DB Bahn Rheinlandbus erfüllen.

Besseres Fahrplan-Management

Nach Ansicht des Fahrgastverbands wurde in den vergangenen Wochen das Vertrauen von Fahrgästen in den öffentlichen Nahverkehr mehr als strapaziert. Durch die Anschlussproblematik sind jede Menge Fahrgäste verloren gegangen, die nie wieder kommen.

Der Fahrgastverband wünscht sich hier in Zukunft ein besseres Fahrplan-Management bei solchen kalkulierbaren und vorhersehbaren Baustellensituationen sowie eine verbesserte Koordination zwischen Bahn und regionalen Busbetrieben.