Das Musical über die Karriere von Tom Jones im Haus der Stadt Düren

Musikalische Zeitreise mit witzigen Dialogen : „Sexbomb“ gibt sich die Ehre

Der britische Sänger Sir Thomas John Woodward, besser bekannt als Tom Jones oder unter seinem Spitznamen „Tiger Tom“, hat in seiner langen Karriere über 100 Millionen Platten verkauft, schaffte es allein im Vereinigten Königreich mit seinen Hits 36 Mal in die Top 40, versuchte sich als Schauspieler und Juror und ging immer wieder auf Tour.

Angefangen hat seine Erfolgsgeschichte Mitte der 1960er Jahre, als er sich in seinem walisischen Heimatort zum ersten Mal auf Clubbühnen zeigte.

Diese Geschichte des Pop-Stars Tom Jones gastierte als Musical im Haus der Stadt. Produziert von der Seberg Showproduction brachte „Sexbomb – Das Tom Jones Show Musical“ die Biografie des inzwischen 78-jährigen Sängers aus Pontypridd in Wales auf die Bühne.

Die Rolle des jungen Tom Jones spielt der Ungar Thomas Papp mit kräftiger Stimme und authentischen Tanz-Moves.

Das Musical beginnt mit einer Hochzeitsszene. Linda – bereits schwanger – und Thomas sagen Ja. Sein musikalisches Talent ist zu diesem Zeitpunkt noch unentdeckt und er arbeitet in einer Papierfabrik und als Staubsaugervertreter, um seine junge Familie zu versorgen. Schnell merken Thomas Freunde in seiner Stammkneipe, dass er eine außergewöhnliche Stimme hat. Von da an singt und tanz sich „Tiger Tom“ durch die lokalen Clubs.

Begleitet von einer vierköpfigen Band mit Lars Kutschke an der Gitarre, Christopher Lübeck am Keyboard, Oliver Klemp am Bass und Tim Hahn am Schlagzeug singt der Hauptdarsteller in Tom Jones ikonischen Stil zunächst Stücke der Stars der Zeit wie Cliff Richard oder Elvis Presley. Dabei hängt sich die Erzählung weiterhin nah am Lebenslauf des Künstlers.

Nach einer Weile nutzt er seine Chance und wird Front-Mann einer Band, mit der er schließlich nach London zieht. Erfolge bleiben aber weitestgehend aus, und schließlich beschließt Thomas, eine Karriere als Solokünstler zu probieren. Aber auch die erste Single floppt und zu Hause bei Frau und Kind werden die Finanzen knapp. Mit dem Song „It`s Not Unusual To Be Loved By Anyone“ und seinem neuen Künstlernamen schafft Tom Jones es schließlich 1965 in die Hitparaden.

Auch auf der Bühne nähert sich der Ungar immer weiter Jones’ typisches Outfit – enge Hosen und weit ausgeschnittene Hemden – an.

Insgesamt ist das Musical eine gelungene Inszenierung. Hauptdarsteller Thomas Papp ist stimmlich und musikalisch nah am Original und bot dem Publikum außerdem eine tänzerische Zeitreise mit viel Energie und Ausstrahlung. Aufgelockert wurde das Ganze mit unterhaltsamen Dialogen und witzigen Nebenfiguren. Belohnt wurde das Ensemble mit herzlichem Applaus im nahezu voll besetzten Haus der Stadt.

(kim)