Heinsberg-Oberbruch: Das Gemeinsame ist das Besondere beim Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe

Heinsberg-Oberbruch: Das Gemeinsame ist das Besondere beim Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe

. Nicht mehr das Wort „Integration”, sondern der Begriff „Inklusion” beschreibt heute die Lebensmöglichkeiten, die alle behinderten Menschen in unserer Gesellschaft haben sollten. Jeder einzelne Mensch sollte demnach in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert werden und die Möglichkeit haben, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben. Normal bedeutet es dabei ganz einfach Vielfalt, eben das normale Vorhandensein von Unterschieden.

Genau diese Vielfalt zeigte auch in diesem Jahr wieder der Wichtel-Weihnachtsmarkt der Lebenshilfe, dieses Mal in der Kindertagesstätte des Kinderzentrums Triangel in Oberbruch. Eine Woche vor dem ersten Advent lockte diese Veranstaltung erneut rund 3000 Besucher an, die sich schon vor dem Gebäude bei strahlendem Sonnenschein von den Düften weihnachtlicher Leckereien verzaubern ließen.

Hier stand auch die Bühne. Nicht nur Musikgruppen wie das große Jugendorchester des Instrumentalvereins Karken sowie Chöre wie „Da Capo” aus Geilenkirchen oder die „St. Mary Gospel Singers” aus Heinsberg” trugen hier zum Gelingen des Programms bei, sondern vor allem die Kinder aus der Kindertagesstätte Geilenkirchen des Kinderzentrums Triangel.

Liebevoll gebastelte Kostüme

„Hey Bär!” lautete der Titel des Musicals, das die kleinen Bären, Hasen, Mäuse, Füchse und Igel mit ihren Betreuern einstudiert hatten. Für das soziale Miteinander so wichtige Begriffe wie „Helfen” oder „Teilen” thematisierten die Kleinen in liebevoll gebastelten Kostümen. Kopfbedeckungen aus Papier und geschminkte Gesichter machten sie zu Tierdarstellern, die sich zu der Melodie von „Tears in Heaven” ganz schnell in die Herzen ihrer Zuschauer sangen. Das Wichtigste aber: Auch behinderte Kinder, selbst im Rollstuhl im sitzend, waren mit Begeisterung dabei - einfach ganz normal.

Das galt auch für den Rest des Marktgeschehens, zu dem mehr als 50 Künstler mit ihren Ständen beitrugen. „Künstler und Kreative mit und ohne Behinderung aus der Lebenshilfe und aus der Region”, erklärte Pressesprecher Michael Kleinen. „Das ist der inklusive Gedanke. Wir bieten den Rahmen und alle können mitmachen. Das Gemeinsame ist das Besondere.”

Besonders freute er sich über den Einsatz vieler Ehrenamtler, die den Markt möglich machten. Wie Brigitte Klüttermann, ehemalige Lehrerin der Rurtalschule, die sich seit fast zehn Jahren in der Lebenshilfe eine Kunst-AG anbietet und zusammen mit ihren Schülern die dabei entstandenen Arbeiten zeigte.

Schon bei einem ersten Rundgang freute Kleinen sich über den erneut großen Besucherstrom. Dass es dabei etwas enger zuging als beim Marktgeschehen im vergangenen Jahr in den Werkstätten der Lebenshilfe, störte niemanden. Vor allem, wo die Lebenshilfe einen Bus-Shuttle vom und zum Parkplatz an der Oberbrucher Festhalle eingerichtet hatte. Bewundern konnten die Besucher der Kindertagesstätte schließlich auch, wozu Erlöse von Veranstaltungen wie dieser genutzt werden: etwa für die Einrichtung des neuen „Matsch-Spielplatzes”.

Mehr von Aachener Nachrichten