Stolberg-Zweifall: Das Festzelt verwandelt sich in ein Tollhaus

Stolberg-Zweifall : Das Festzelt verwandelt sich in ein Tollhaus

Jeck, jecker, Dorfsitzung Zweifall: Auch ohne Prinz, Bauer und Jungfrau feierten die „Eeschekülle” einmal mehr ein berauschendes Fest, das mittlerweile weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt ist - die zahlreichen Jecken und Narren aus ganz Stolberg im bis in die letzte Ecke gefüllten Festzelt in der Kornberndstraße lieferten den eindeutigen Beweis dafür.

Ganz ohne Prinz feierten die Zweifaller aber dann doch nicht: Mit dem Dreigestirn der vergangenen Session, seiner Ex-Tollität Prinz Bernd, Bauer Walter und Jungfrau Andrea waren immerhin noch die närrischen Herrscher aus dem unvergessenen vergangenen Jahr vor Ort.

Stimmung auf dem Siedepunkt

Und die ließen es sich nicht nehmen, noch einmal auf der Bühne die Stimmung mit ihrem Prinzenlied so richtig anzuheizen: „Jo wir trekke durch de Saal, op Tisch un Stüll, dat is uns doch janz ejal”, sangen die drei aus voller Kehle - und das ließ sich das Festzelt an diesem Abend sicher nicht zwei Mal sagen. Groß und Klein, Jung und Alt, alle tanzten gemeinsam durch den Saal, die Stimmung war auf dem absoluten Siedepunkt.

Das war zuvor bei dem bunten und unterhaltsamen Programm des Abends, das die IG Zweifaller Karneval zusammengestellt hatte, jedoch zu keinem Zeitpunkt anders; das Festzelt verwandelte sich von Beginn an in ein regelrechtes Tollhaus.

Tosender Applaus

Kein Auftritt kam ohne tosenden Applaus und erst recht nicht ohne Zugabe von der Bühne. Den Anfang machte dabei das Kindermusketiercorps der Zweifaller mit seiner Solotänzerin Aylien Steinkopf. Für weitere tänzerische Highlights sorgten zum einen Jugendmariechen Kira Willems und Mariechen Sandra Jansen, zum anderen das äußerst erfolgreiche Tanzpaar Marco Schulz und Larissa Krahe.

Die beiden Schützlinge des Tanzsportclubs „Bajako” tragen neben dem Titel des Hessen- und Rheinlandpfalzmeisters auch den des Deutschen Juniorenvizemeisters. Meisterlich war auch der Auftritt der Narren- und Piratengarde aus Vicht, die mit einer Mischung aus Show und Tanz und viel guter Laune ins Zweifaller Festzelt kamen und besonders mit ihrem unvergleichlichen Männerballet für tolle Unterhaltung sorgten.

Neben den tänzerischen Einlagen sollten jedoch auch die musikalischen Einlagen nicht zu kurz kommen. Erst stimmte Sitzungspräsident Hermann-Josef Schneider zusammen mit einigen Kommunalpolitikern alte Karnevalslieder auf der Bühne an, dann spielte das Zweifaller Spielcorps ein buntes Potpourri und später machte Nadine Palm aus Konzen deutlich, welche Euphorie und Stimmung professioneller Livegesang und die passenden Lieder auslösen können. Der jungen Dame stand Schlagersänger Peter André in nichts nach - schließlich hatte der Stimmungsexperte mit seinen Ballermann- und Partyhits auch die richtigen Titel im Repertoire.

Die richtigen Hits hatte sich freilich auch der letzte offizielle Auftritt des Abends ausgesucht, der abschließend noch einmal das Festzelt zum wackeln brachte: Als Schotten verkleidet, traten die vier jungen Männer aus der Jugend des VfL 08 Vichttal als die berühmte Kölschrock-Band „Brings” auf und zelebrierten eine unnachahmliche Bühnenshow.

Spontaner Auftritt

Der inoffizielle Teil der Dorfsitzung sollte an diesem kurzweiligen Abend natürlich noch bis tief in die Nacht gehen - unter anderem mit dem spontanen Auftritt des alten Zweifaller Dreigestirns. Leerer wollte es dabei nicht werden. „Wenn ich mich hier umsehe, brauche ich mir um den Zweifaller Karneval keine Sorgen zu machen”, bemerkte Wilfried Aberle von der IG Zweifaller Karneval und verkündete freudestrahlend: „Der Zweifaller Karneval wird niemals untergehen.”