Düren: Das erste Alaaf erschallt pünktlich um 11.11 Uhr

Düren : Das erste Alaaf erschallt pünktlich um 11.11 Uhr

Der Start ist geglückt: Pünktlich um 11.11 Uhr eröffneten Festkomitee Dürener Karneval und Bürgermeister Paul Larue am Donnerstag auf dem Wirteltorplatz die Session 2010/11 - eine der längsten des Jahrhunderts.

Bis 9. März, erst dann ist Aschermittwoch, regieren wieder die Jecken. Und diesmal nahm es der FK-Chef ganz genau. Den Vorwurf aus dem vergangenen Jahr, vor lauter Schwaderei den Sessionsstart verschlafen zu haben, wollte Peter Körner nicht auf sich sitzen lassen.

Während er dem wieder ins Ornat der Südinsulaner zurückgekehrten Ex-Prinzenpaar Peter VI. und Agnes I. (Schmitz) für eine tolle Session dankte, und die noch in der Uniform der Bürgerwehr angetretenen designierten Tollitäten Ulrich I. und Katharina I. (Schmeding) vorstellte, ging sein Blick immer wieder auf einen eigens mitgebrachten Riesenwecker.

Unterstützt von Liesel Melchor-Pohl saß daher das erste Alaaf der Session auf den Punkt genau, und der Muuzepuckel konnte von Prinz Ulrich I. am Tag vor seiner Inthronisierung am Freitag im Haus der Stadt vertrieben werden.

Zwei neue Formationen

Bei eisigem Wind schunkelten sich die gut 300 Jecken auf dem Wirteltorplatz anschließend warm - oder tranken einen Glühwein, den viele dem kühlen Blonden doch vorzogen. Von der Bühne versuchten neben Ex-Prinz und Stimmungssänger Rolf Weber zwei neue Formationen den Dürenern einzuheizen: „Cölsch un Joot” um Sänger Michael Herzog und die „Hydranten Musikanten” Jürgen Pusch und Herbert Schröder, die es mit ihrem Feuerwehr-Lied „M´r lösche jede Brand” auf Anhieb sogar auf die Karnevals-CD „Düsseldorf is Megajeck 2011” geschafft haben. Dass der Song Ohrwurmcharakter hat, spürten auch die Dürener schnell.

Nach Jahren des Frühstarts lockte die klassische Sessionseröffnung am Elften im Elften diesmal schon ein paar Jecke mehr auf den Wirteltorplatz, auch wenn im Rest der Stadt kaum etwas an den Beginn der fünften Jahreszeit erinnerte. Dafür war schon in den frühen Morgenstunden am Bahnhof die Hölle los. Hunderte bunt kostümierte Jecke zog es Richtung Köln, um in Brauhäusern, Kneipen oder vor der großen Bühne auf dem Heumarkt zu feiern. Und es waren beileibe nicht nur Jüngere, die sich mit dem Zug in die Karnevalshochburg aufmachten.