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Anspannung in Kliniken: Intensivbetten-Kapazität in NRW sinkt auf unter 15 Prozent

Anspannung in Kliniken : Intensivbetten-Kapazität in NRW sinkt auf unter 15 Prozent

Die Zahl der freien Betten auf den Intensivstationen in Nordrhein-Westfalen ist am Montag auf unter 15 Prozent gesunken. Inzwischen ist die Lage in den Kliniken deutlich angespannter als zu Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Laut Intensivregister waren noch 840 Betten frei. Das waren 14,4 Prozent. 4976 Betten waren belegt, davon 1054 mit Covid-19-Patienten, von denen 631 beatmet wurden. Der Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen lag damit bei 18,1 Prozent.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Sonntag den harten Lockdown ab Mittwoch auch damit begründet, dass sich die die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in NRW vervierfacht habe und die Intensivkapazitäten rückläufig seien.

Am Montag schlugen die medizinischen Krebsgesellschaften Alarm. Immer mehr onkologische Eingriffe würden verschoben, diagnostische Untersuchungen und Nachsorge teilweise stark zurückgefahren. Die Fachleute appellierten an die Bevölkerung, unbedingt die Schutzmaßnahmen einzuhalten, damit die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen schnell sinkt. Ziel sei es, das Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren.

Bei einer weiteren Verschärfung der Lage an den Kliniken könne eine Versorgung aller schwerkranken Menschen nicht mehr gewährleistet werden. „Dazu zählen insbesondere die 1400 Patienten, die Tag für Tag neu an Krebs erkranken“, hieß es. Die Situation sei an den Kliniken wesentlich angespannter als während der ersten akuten Phase der Pandemie.

(dpa)