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Gesundheitsministerium: Impfangebote für Priorisierungsgruppe 3 noch im Mai

Gesundheitsministerium : Impfangebote für Priorisierungsgruppe 3 noch im Mai

Bei der Corona-Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen soll noch im Mai die Priorisierungsgruppe 3 umfassend mit einbezogen werden.

„Voraussichtlich in der ersten Maihälfte kann damit begonnen werden, ersten Personengruppen der Priorität 3 regelhaft ein Impfangebot zu machen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag).

Zu dieser Gruppe zählen unter anderem 60- bis 69-Jährige, Polizisten, Feuerwehrleute, Wahlhelfer sowie Menschen mit bestimmten schweren Erkrankungen wie Diabetes, Asthma oder Herzinsuffizienz.

Es könne vorkommen, dass bereits jetzt Personen aus der Gruppe 3 in einzelnen Kreisen und kreisfreien Städten ein Impfangebot erhielten, so die Sprecherin. Sollten kleinere Mengen an Impfstoff am Ende einer Impfaktion übrig bleiben, seien die Impf-Teams angehalten, diese für Personen mit höchster oder hoher Impfpriorität zu verwenden - also Priorität 1 oder 2. „Sollte auch nach Ausschöpfung dieser Vorgehensweise die Gefahr des Verfalls bestehen, entscheidet die koordinierende Einheit der Impfzentren vor Ort über die weitere Verwendung.“ Personen aus der Priorität 3 dürften dann geimpft werden.

Am Freitag hatte das Ministerium mitgeteilt, Menschen mit besonderen Vorerkrankungen in der Priorisierungsgruppe 2 könnten nun Termine für eine Coronavirus-Impfung in Impfzentren buchen. Zum Einsatz kämen die Impfstoffe von Moderna und Biontech, eine Wahlmöglichkeit gebe es nicht, hatte das Ministerium zuvor angekündigt.

Zu den chronisch Kranken der Priorität 2 zählen zum Beispiel Contergan-Geschädigte, Organtransplantierte oder Menschen mit bestimmten Lungen- und Atemwegserkrankungen. Patienten bräuchten eine entsprechende Bescheinigung von ihrem Arzt. Diese sei aber nicht bei der Terminbuchung für die Impfzentren über die Hotline oder per Mail erforderlich, sondern müsse zum Impftermin mitgebracht werden.

(dpa)