Kreis Düren: Coolsein ohne Alkohol oder gar „Komasaufen”

Kreis Düren: Coolsein ohne Alkohol oder gar „Komasaufen”

Kids aufgepasst! Ihr braucht nicht unbedingt Alkohol, um Spaß zu haben, in der Gruppe akzeptiert zu werden, cool zu sein, und richtig gut feiern zu können: Mit dieser Botschaft wenden sich die AOK Regionaldirektion Düren-Jülich, Polizei, Drogenberatung und das Motivation Dance Team an alle Jugendlichen zwischen elf und 16 Jahren und laden sie am Samstag, 29. Mai unter dem Motto „Tanzrausch statt Vollrausch” zu einer Danceparty in die Dürener Endart ein.

Es gibt jede Menge coole Musik und ganz nebenbei Infos zum Umgang mit Alkohol.

27.500 mit Alkoholvergiftung

Denn leider unterschätzen immer noch viele Jugendliche die Wirkung sogenannter Alcopops und von Hochprozentigem generell. „Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 275.00 Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, 4500 waren jünger als 15 Jahre”, nennt Barbara Feykens (AOK) den Hauptgrund, sich speziell einer Altersgruppe einmal mit einer eigenen Veranstaltung zu widmen, für die ansonsten eher wenig geboten wird; mit der Folge, dass die Teenager abhängen, sich über ältere Geschwister oder Freunde Schnaps besorgen und volllaufen lassen.

„Für viele ist das längst zur Freizeitbeschäftigung geworden”, verweist Barbara Feykens darauf, dass Alkoholkonsum gesellschaftlich akzeptiert. „Da müssen auch wir Erwachsene uns einmal kritisch hinterfragen.”

Dass man in einer Disco auch Spaß haben kann, ohne „vorzubrennen”, das wollen die Initiatoren der Aktion unter Beweis stellen. Alle 14.500 Schüler der Altersklasse elf bis 16 Jahren erhalten in den nächsten Tagen über ihre Klassenlehrer die Einladung für die „Rauschparty” und müssen sich lediglich im Vorfeld im Internet unter http://www.vigozone.de anmelden.

Neben jeder menge cooler Musik will das Motivation Dance Team mit Interessierten KIds eine kleine Tanzchoreographie einstudieren, andere können im „Rauschparcours” der Drogenberatung einmal aktiv mit einer Spezialbrille erleben, wie es sich anfühlen würde mit 0,9 Promille im Blut. „Dabei merkt jeder ganz schnell, wie groß die Einschränkungen sind und bekommt seine Grenzen aufgezeigt”, erklärt Wilfried Pallenberg. Und natürlich steht auch Aufklärung auf der Tagesordnung. Die Polizei bringt dazu einen Fragebogen mit, der unter anderem Aufschluss über die rechtlichen Folgen von Alkolkonsum bei Minderjährigen informiert.

Denjenigen, die am besten Bescheid wissen können interessante Preise gewinnen. Und damit die Disco auch wirklich cool wird, hoffen die Initiatoren auf eine große Resonanz bei den Jugendlichen. Der Eintritt ist frei.