Eschweiler: Cantz & Co begeistern die Herren in Weisweiler

Eschweiler : Cantz & Co begeistern die Herren in Weisweiler

Rund um die Weisweiler Festhalle war es am Freitagabend bitter kalt. In dem Gebäude stiegen jedoch das Stimmungsbarometer und somit auch die Temperatur in ungeahnte Höhen.

Der Grund: Die Herrensitzung der KG Lätitia Blaue Funken-Artillerie Weisweiler bot den zahlreichen männlichen Jecken ein vierstündiges Programm der Extraklasse.

Präsident Heinz-Jürgen Heep begrüßte zunächst kurz und bündig die „Herrenrunde”, um ohne Umschweife zum ersten Programmpunkt überzuleiten. Tanzmariechen Stefanie Kemper ließ dann auch gleich mit einer Darbietung voller Temperament und Esprit die Männerherzen höher schlagen.

Auch der erste Redner des Abends war nicht von schlechten Eltern. Mit Guido Cantz betrat kein geringerer als „ein Mann für alle Fälle” die Bühne der Festhalle. Doch auch ihm macht die kalte Witterung schwer zu schaffen. Schuld daran sei nicht zuletzt eine falsche Personalentscheidung.

„Anstatt Gerhard Schröder hätte man Michael Schumacher zu Gazprom schicken sollen. Der hat schließlich immer Gas gegeben”, so seine Begründung. Sorgen bereitet Guido Cantz in Folge der Finanzkrise auch das Bankenwesen. „Der einzig sichere Bankplatz ist der von Poldi bei den Bayern”, klagte er. Wenig Verständnis zeigt der Bühnenprofi für den Auftritt Marcel Reich-Ranickis bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. „Ich lehne jede Woche den Preis an meiner Tankstelle ab. Nur interessiert das keinen”, ließ Guido Cantz wissen und erntete begeisterten Applaus.

Diesen hatten auch die Tänzerinnen und Tänzer der Weisweiler Höppekrötsch sicher, die mit großem Schwung und zahlreichen akrobatischen Einlagen zu gefallen wussten. So hielt es die ersten Herren der Schöpfung bereits nicht mehr auf den Sitzen.