Hückelhoven-Doveren: Bürger kritisieren fehlendes Lebensmittelgeschäft

Hückelhoven-Doveren: Bürger kritisieren fehlendes Lebensmittelgeschäft

Beim Bürger- und Mitgliedertreffs der SPD Hückelhoven in der Doverener Mühle stand auch das Gemeinschaftsleben dieses Stadtteils mit gut 3000 Einwohnern auf der Tagesordnung.

SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz und seine Ratskollegen Jörg Leseberg und Georg Weber stellten das Einzelhandels- und Ortsmittelpunktkonzept der Stadt vor. Demnach sind Hückelhoven als Hauptzentrum sowie Ratheim, Hilfarth und Baal als Nahversorgungszentren ausgewiesen.

Kritisiert wurde von Doverener Bürgern, dass im Ort bis auf drei Metzgereien und eine Bäckerei kein Lebensmittelgeschäft ansässig sei. Heinz Meißner vom SPD-Arbeitskreis Stadtentwicklung stellte dazu ein Konzept eines Dorflädchens vor, wie es in Birgelen offensichtlich gut funktioniert. Dort bedient ein in Wassenberg ansässiger Vollsortimenter stundenweise die rund 3500 Einwohner des zweitgrößten Ortsteils der Stadt in einem Dorfladen auch mit Frischwaren.

Weiteres Thema des Bürgergesprächs war das kombinierte Bürger- und Feuerwehrhaus, das nach langen Beratungen in Vereinen und Bürgerschaft seinen Platz am neuen Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Hückelhoven finden wird.

Spichartz erinnerte daran, dass erst durch den von der SPD-Fraktion initiierten und mit 900 Unterschriften durchgesetzten Kreisverkehr die Möglichkeit zur Schaffung des neuen Hauses real wurde.

Das für den Kreisverkehr notwendige Grundstück wollte der Eigner nur als Ganzes veräußern, sodass nun das Gelände zur Verfügung stand. Kritisiert wurde von einer Bürgerin, dass für das Gemeinschaftshaus nur 25 Stellplätze vorgesehen seien, das sei für die Einrichtung mit dem Fassungsvermögen von rund 200 Besuchern viel zu wenig.

Leseberg merkte an, dass man bei Planung statt des neuen Sportlerheims und des geplanten Bürgerhauses nur eine Einrichtung wesentlich kostengünstiger hätte schaffen können. Bürgermeister Bernd Jansen lasse „aus Angst, es sich mit den Bürgern zu verderben”, keine finanzpolitische Vernunft walten. Doveren wäre bei nur einer Einrichtung nicht schlechter weggekommen als jetzt, Steuergelder aber für dringend benötigte andere Projekte frei geblieben.

Das Ortsmittelpunkt-Konzept sieht für den Doverener Markt keinen Handlungsbedarf. Die Anlage sei zwar von der Konzeption noch angemessen, die Materialwahl aus den 70-er Jahren „völlig unangemessen”.